21.11.2009 21:41 |

Coach tritt ab

Schinkels wirft als Kärnten-Coach das Handtuch

Nach der klaren 0:3-Heimniederlage am Samstagabend gegen den SV Mattersburg hat Frenkie Schinkels den Trainerposten von Bundesliga-Schlusslicht SK Austria Kärnten geräumt. Im Zuge der unmittelbar nach der Partie der 16. Runde abgehaltenen Vorstandssitzung im VIP-Klub im Klagenfurter Stadion bot der 46-Jährige selbst seinen Rücktritt an, der auch erwartungsgemäß angenommen wurde.

"Bisher hat mir die Mannschaft immer vermittelt, das sie es packen will. Das muss sie aber auch auf dem Spielfeld zeigen. Doch nun habe ich erstmals das Gefühl gehabt, dass ich es mit dieser Mannschaft nicht mehr schaffen kann. Deshalb habe ich mich zum Rücktritt entschlossen", erklärte Schinkels in einer ersten Stellungnahme. Der Familienvater, der als Trainer die Wiener Austria im Jahr 2006 zum Double geführt hatte, brachte es in 63 Spielen als Kärnten-Coach nur auf 15 Siege bei 15 Remis und 33 Niederlagen.

Stary übernimmt interimistisch
Als interimistischer Nachfolger des gebürtigen Niederländers und Ex-ÖFB-Teamspielers wurde Kärntens Co-Trainer Roman Stary bestimmt. Dieser wird aber wohl nur das Montag-Training leiten, denn bereits ab (dem morgigen) Sonntag soll schnellstmöglich über die Neubesetzung des Trainerpostens entschieden werden. "Ziel ist es, bis Dienstag einen neuen Trainer zu präsentieren", betonte Club-Präsident Mario Canori am Samstagabend.

Zellhofer heißer Kandidat fürs Traineramt
Fünf Betreuer hätten bereits ihre Dienste angeboten, allerdings sei bisher mit noch keinem über ein etwaiges Engagement gesprochen worden. Als heißester Kandidat auf den Trainerposten beim Tabellenletzten gilt der Oberösterreicher Georg Zellhofer, der zuletzt in der Bundesliga beim Absteiger Altach als Coach engagiert war.

Schinkels war seit 24. Februar des Vorjahres Kärnten-Trainer. Er hatte damals die Nachfolge von Klaus Schmidt angetreten und den Klub, der auch zu jener Zeit Tabellenschlusslicht gewesen war, noch vor dem Abstieg bewahrt. Die Folgesaison hatte das Schinkels-Team dann dank starker Leistungen im Herbst ohne jegliches Bangen um den Klassenerhalt auf dem sechsten Tabellenplatz beendet.

Sportlicher Rückfall der Kärntner
Doch im Frühjahr hatte sich der sportliche Rückfall bereits abgezeichnet. Neben den permanenten Diskussionen um einen Umbau oder Rückbau des Wörthersee-Stadions werden die Klagenfurter nach wie vor von (damit zusammenhängenden) finanziellen Problemen geplagt. Diese hatten im Frühjahr katastrophale Ergebnisse und in der Sommerpause einen gewaltigen personellen Aderlass zur Folge und für die aktuelle Saison keine entscheidenden Verstärkungen zugelassen.

Außerdem hatte der Verein die Lizenz für 2009/10 im vergangenen Mai erst im zweiten Anlauf nur dank einer Haftungserklärung über 1,1 Millionen Euro von Stadt und Land erhalten. Diese Finanzmisere war auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass es Kärnten bisher in 16 Runden nur auf einen einzigen Sieg und drei Remis gebracht hat.

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