Turnier in Wien

Tennis-Trophy auf Suche nach neuer Nummer eins

Sport
14.10.2009 16:28
Der Argentinier Juan Martin del Potro ist für die heurige Tennis-Trophy in der Wiener Stadthalle (24. Oktober bis 1. November) kein Thema mehr. Turnierdirektor Herwig Straka wird sich nach der am Mittwoch in Shanghai im aufgegebenen Zweitrunden-Match gegen Jürgen Melzer (Bericht in der Infobox) aufgetretenen Verletzung am rechten Handgelenk nicht mehr um den US-Open-Sieger bemühen.

Del Potro (Bild) müsste sich schon fit melden und ankündigen, seine Wien-Zusage doch einhalten zu wollen. Doch das scheint unwahrscheinlich, hatte der 21-Jährige doch zuletzt wenig Lust gezeigt, in die österreichische Bundeshauptstadt reisen zu wollen. 

Der Argentinier hatte die Wiener Fans schon im Vorjahr enttäuscht, als er nach einer schwachen Erstrundenleistung noch vor der zweiten Runde verletzungsbedingt w.o. gegeben hatte.

"Gaucho" geht offenbar die Luft aus
Seine Auftaktniederlage in der vergangenen Woche in Tokio und nun in Shanghai zeigen, dass beim "Gaucho" derzeit ein bisschen die Luft draußen ist. Und Straka fehlt angesichts der Verletzung Del Potros nun die Handhabe, wie geplant bei der ATP gegen die Absage Del Potros für Wien weiter zu intervenieren.

Ein von Straka für Mittwoch mit ATP-Chef Adam Helfant geplant gewesenes Gespräch wurde daher überflüssig. "Wir haben jetzt keine Möglichkeit mehr, Einfluss zu nehmen", meinte Straka. Der wahre Grund für Del Potros Tief ist auch ihm nicht ganz klar. "Vielleicht ist es kein körperliches, sondern ein mentales Problem. Vielleicht ist er nach den US Open in ein mentales Loch gefallen."

Ein Top-Ten-Spieler soll kommen
Jedenfalls will Straka ab sofort all seine Energie in andere zugkräftige Spieler stecken, wobei der bei einer Del-Potro-Absage nachrückende Franzose Gael Monfils als aktueller Weltranglisten-14. nicht die Nummer eins des Stadthallenturniers sein soll. Straka: "Wir wollen zwei Ersatzspieler holen, davon einen aus den Top Ten." Bei Ansicht der Weltrangliste kommen da am ehesten der Spanier Fernando Verdasco (9.) und die Franzosen Jo-Wilfried Tsonga (7.) und Gilles Simon (10.) in Frage.

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