22.02.2018 09:43 |

Wenn es nötig wird

Deutsche Finanzaufsicht erwägt Bitcoin-Regulierung

Der Chef der deutschen Finanzaufsicht (BaFin) Felix Hufeld hat sich aufgeschlossen gegenüber der Regulierung von Bitcoins und anderen Kryptowährungen gezeigt. "Aufsichtlich oder regulatorisch handeln müssen wir, wenn die Finanzstabilität insgesamt bedroht oder Verbraucher systematisch Schaden nehmen oder krimineller Missbrauch strukturell begünstigt werden könnte", sagte Hufeld zu "Börse Online“.

Aus Sicht der Finanzstabilität werde er "derzeit noch nicht die Alarmglocke läuten", sagte Hufeld. Ein öffentliches Gut wie die Finanzstabilität oder das Vertrauen in eine Währung könne aber nicht ohne Regulierung gewährleistet werden.

Kursschwankungen noch kein Grund für Regulierung
"Je nachdem, wie sich Volumina und Produktstrukturen weiterentwickeln, wird man regulatorisch, das heißt auch gesetzgeberisch, nachjustieren müssen," sagte der Chef der Bonner Behörde. Die starken Kursschwankungen in den letzten Wochen seien "für sich genommen aber noch kein Grund für verschärfte Regulierung".

Am Dienstag hatte die Finanzaufsicht erklärt, wie sogenannte Token, also bei Initial Coin Offerings (ICOs) ausgegebene digitale Anteile, rechtlich einzuordnen sind. Wer derartige Dienstleistungen erbringe, mit Token oder Kryptowährungen handle oder sie anbiete, müsse sicherstellen, dass er die gesetzlichen Regelungen lückenlos erfülle, erklärte die BaFin. Gegenüber "Börse Online" sagte Hufeld dazu: "Krypto-Token haben genau den Wert, den ihnen der Markt gerade beimisst. Wer in Krypto-Token investiert, sollte im Zweifel auf das Geld auch verzichten können. Für alle anderen gilt: Finger weg."

 

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