Sa, 23. Juni 2018

Datendiebstahl

16.02.2018 08:07

Russische Hacker in USA zu Haftstrafen verurteilt

Wegen massiven Datendiebstahls und Handels mit gestohlenen Identitäten sind in den USA zwei russische Hacker zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Wie das US-Justizministerium am Donnerstag mitteilte, wurde der 37-jährige Wladimir Drinkman zu zwölf Jahren Haft verurteilt, sein Landsmann Dmitri Smiljanets zu mehr als vier Jahren.

Die beiden Russen, die sich zuvor schuldig bekannt hatten, waren demnach Anführer einer Hackergruppe, die über Jahre große Einzelhändler und die US-Technologiebörse Nasdaq attackiert hatte. Nach offiziellen Angaben stahl sie rund 160 Millionen Kreditkartennummern und verkaufte sie im Internet weiter.

Es habe sich um "eine der größten derartigen Machenschaften gehandelt, die je in den USA verfolgt worden seien", teilte das Justizministerium mit. Die Hacker drangen unter anderem in die Netzwerke der Technologiebörse Nasdaq, des Dow Jones, der Einzelhandelskette 7-Eleven und des Handelskonzerns Carrefour ein, die dadurch in den Jahren 2005 bis 2012 zusammen mehr als 300 Millionen Dollar (240 Millionen Euro) verloren.

Der größte Hackerangriff traf den Zahlungsabwickler Heartland. Mit Hilfe eines Schadprogramms stahlen die Hacker 130 Millionen Kartennummern und verursachten Verluste von mehr als 200 Millionen Dollar.

"Hacking auf höchstem Niveau"
"Diese Angeklagten haben illegales Hacking und Handel mit gestohlenen Identitäten auf höchstem Niveau betrieben", erklärte der Ministeriumsvertreter William Fitzpatrick. Als Drahtzieher einiger der größten Datendiebstähle "in der Geschichte" seien sie "eine echte Bedrohung für unsere Wirtschaft, Datenschutz und nationale Sicherheit".

Drei weitere Mitglieder der Hackergruppe sind nach Angaben des Ministeriums weiterhin flüchtig.

 krone.at
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