So, 19. August 2018

Eltern empört

19.01.2018 16:22

Eklat im Bgld: Schüler von Religionslehrer bedroht

Für Zündstoff sorgt derzeit das Thema "Gewalt im Unterricht". Doch nicht nur Pädagoginnen beklagen zunehmende Aggression in den Klassenzimmern. Im Zuge der Debatte werden auch zwei Fälle im Burgenland neu aufgerollt. Ein Religionslehrer sowie ein Pfarrer sollen gegenüber Schülern handgreiflich geworden sein.

Beide Vorfälle hatten sich laut Beschwerden im Herbst 2017 an einer Neuen Mittelschule im Bezirk Neusiedl ereignet, blieben bislang aber unter dem Mantel der Verschwiegenheit verborgen. Berichtet wird, dass ein Pfarrer einen Schüler am Hals gepackt und ihn sogar mit dem Umbringen bedroht habe.

"Veraltete Erziehungsmethoden"
In einer anderen Causa wird einem Religionslehrer vorgeworfen, er habe einen Schüler so fest am Arm gedrückt, dass der Jugendliche blaue Flecken davongetragen habe. "Solch veraltete Erziehungsmethoden haben in einem zeitgemäßen Unterricht nichts verloren", wird Kritik laut.

Offenbar keine Konsequenzen
Zuletzt soll es im Dezember zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. "Jedes Mal hatte der Religionslehrer gegenüber den Eltern des jeweiligen Schülers seine Entgleisung bedauert", erzählt ein Vater. Konsequenzen gab es offenbar keine. Hinter vorgehaltener Hand stellen sich Familien jetzt die Frage: "Ist es normal, dass ein Pädagoge Kinder zuerst bedroht und verletzt, sobald er sich aber entschuldigt, alles wieder in Ordnung ist?"

Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung

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