29.04.2009 10:11 |

Eishockey-WM

Russland ringt Schweiz mit 4:2 nieder

Weltmeister Russland hat am Dienstag bei der Eishockey-WM erstmals kämpfen müssen, geht aber nach dem dritten Sieg im dritten Spiel als Gruppensieger in die Zwischenrunde. Der Titelverteidiger besiegte den starken Gastgeber Schweiz in einem mitreißenden Spiel mit 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) und steht somit als Sieger der Vorrundengruppe B fest. Die Schweiz startet am Donnerstag gegen den Aufsteiger des Duells Österreich vs. Lettland in die Zwischenrunde. Den Verlierer setzte indes Deutschland mit einer überraschenden Pleite gegen Frankreich unter Druck...

Russland hatte gegen die Eidgenossen zuletzt ausgerechnet bei der Heim-WM 2000 in St. Petersburg (2:3) verloren, der neunte Sieg in Folge war indes hart erkämpft. Der Auftakt für die mit elf Weltmeistern aus dem Vorjahr angetretenen Russen glückte noch nach Wunsch, nach 139 Sekunden traf Atjuschow zur Führung. Doch danach spielten nur noch die Schweizer (13:4 Torschüsse). Das Team von Ralph Krueger machte viel Druck und schoss im Powerplay vor 11.479 begeisterten Zuschauern eine 2:1-Führung heraus. Zunächst traf Gardener im ersten Überzahlspiel (10.), danach Plüss (18.).

Schussverhältnis spricht mit 39:25 für die Schweiz
Ilja Kowaltschuk, NHL-Torjäger der Atlanta Thrashers, schaffte in der 30. Minute den Ausgleich. In der 49. Minute nützten Kowaltschuk und Alexej Morosow, für viele Experten der vielleicht beste Spieler außerhalb der NHL, einen schweren Abspielfehler der Eidgenossen: Nach herrlichem Doppelpass vollendete Morosow zum 3:2. Die Schweizer gaben sich aber noch nicht geschlagen, drängten auf den Ausgleich und nahmen auch den Torhüter heraus, 15 Sekunden vor Schluss erlöste Pereschogin aber die Russen. Das Schussverhältnis von 39:25 für die Schweizer spiegelt deren hervorragende Leistung wider.

Deutschland patzt und setzt Österreich unter Druck
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss bei der WM in der Schweiz in die Relegation und hat die Chance Österreichs auf den Klassenerhalt damit nicht gerade erhöht. Die Deutschen mussten sich im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in Gruppe B in Bern Außenseiter Frankreich etwas überraschend 1:2 (1:2, 0:0, 0:0) geschlagen geben. Da Deutschland als WM-Gastgeber 2010 nicht absteigen kann, bleibt nur ein weiteres Team aus der Relegation in der A-Gruppe.

Die Deutschen waren durch Anthoine Lussier früh in Rückstand geraten (4.). NHL-Star Jochen Hecht, Teamkollege von Thomas Vanek bei den Buffalo Sabres, glich zwar postwendend aus (5.), doch Luc Tardif sicherte Frankreich mit seinem Tor zum 2:1 noch im ersten Drittel (17.) den vorzeitigen Klassenerhalt. Die favorisierten Deutschen fanden gegen die disziplinierten und im Konter stets gefährlichen Franzosen zu keiner Zeit nicht das richtige Rezept.

Gruppe A: Ungarn steht als Relegationsteilnehmer fest
In der Gruppe A verlor Aufsteiger Ungarn gegen Weißrussland mit 1:3 (0:1, 1:0, 0:2) und steht damit als erster Teilnehmer der Relegationsrunde fest. Die Ungarn, die erstmals seit 70 Jahren bei der A-WM sind, treffen zum Auftakt der Abstiegsrunde am Freitag (16.15) in Zürich auf den Vierten der Gruppe C, also Österreich oder Lettland. Kaljuschni erzielte im Powerplay das 1:0 für die Weißrussen (4.), Peterdi gelang in der 26. Minute der Ausgleich, ehe Ugarow den Sieg des Favoriten fixierte (55.). Grabowski setzte mit einem Schuss ins leere Tor den Schlusspunkt (60.).

Kanada überrollt die Slowakei
Topfavorit und Rekordweltmeister Kanada hatte mit der Slowakei keine Mühe, sicherte sich mit einem souveränen 7:3-Sieg den Sieg in Gruppe A. Die Slowaken hatten sich mit einer wahren Flut von Strafen bereits früh ihrer Chancen beraubt, die Kanadier nutzten ihre Chancen eiskalt aus. Zwei Tore fielen gar in 5:3-Überzahl. Stürmerstar Jason Spezza von den Ottawa Senators zeichnete sich als zweifacher Torschütze aus (17./PP, 43.).

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