"So kann's nicht gehen"
Entsprechend groß ist die Aufregung bei Kulturliebhabern im ganzen Land. Der Bad Radkersburger Bürgermeister Peter Merlini sieht im Gespräch mit der "Steirerkrone" einen Schaden für Image und Tourismus der Steiermark: "Ich bin entsetzt, dass der Fonds ersatzlos gestrichen wurde. Ohne dieser Förderung könnte niemand mehr die historische Stadtmauer von Radkersburg besichtigen. So kann's sicher nicht gehen."
Und die Bauwirtschaft fürchtet um Aufträge und Jobs: "Offensichtlich vergisst man, dass die öffentliche Hand auch für das Orts- und Landschaftsbild zuständig ist", wettert etwa Baumeister Rudolf Leitner von der "Alt und Neu Bauträgergesellschaft".
Seitinger: "Musste neun Millionen einsparen"
Ziel der Angriffe ist ÖVP-Landesrat Johann Seitinger, bei dem die Wohnbauförderung ressortiert. "Kurz vor dem Budgetabschluss hat es geheißen, ich muss neun Millionen Euro einsparen. Da hatte ich die Wahl zwischen Pest und Cholera: Etwa beim sozialen Wohnbau einsparen oder den Revi-Fonds aufzulassen", begründet Seitinger die "schmerzliche Maßnahme" - und reicht die heiße Kartoffel an den den roten Kulturlandesrat weiter: "Kurt Flecker soll jetzt einmal aktiv werden!"
Wie auch immer: Wenn die Politik den Geldhahn zudreht, werden jahrhundertealte Denkmäler über kurz oder lang dem Verfall preisgegeben sein...
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.