Pistorius jubelt

Beinamputierter Sprinter darf bei Olympia starten

Sport
16.05.2008 21:10
Der behinderte Sprinter Oscar Pistorius hat mit seinem Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Erfolg gehabt und darf bei den Olympischen Spielen starten. Dies entschied der CAS am Freitag in Lausanne. Das Sportgericht hob damit die Entscheidung des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF vom 14. Jänner 2008 "mit sofortiger Wirkung" auf.

Das IAAF-Council hatte dem 21-jährigen Südafrikaner den erhofften Start bei den Sommerspielen in Peking mit der 4x400-m-Staffel seines Landes zunächst verwehrt. Laut CAS-Urteil darf der an beiden Beinen unterschenkelamputierte Pistorius nun bei allen IAAF-Wettbewerben auf seinen Karbon-Prothesen ("Cheetahs") starten.

Pistorius höchst erfreut
"Ich kann gar nicht mehr aufhören, vor Glück zu lächeln", sagte Pistorius in einer ersten Reaktion. "Wenn ich in Peking antreten dürfte, würde ein Traum wahr, den ich so lange geträumt habe. Wenn es nicht klappt, werde ich Anlauf auf London 2012 nehmen. "

Der Leichtathletik-Weltverband hatte ihm den erhofften Start bei den Sommerspielen in Peking (8. bis 24. August) untersagt, weil er sich durch seine federnden Prothesen einen beträchtlichen "mechanischen Vorteil" gegenüber nichtbehinderten Läufern verschaffe. Bei seiner Entscheidung stützte sich der Weltverband auf eine Studie des Kölner Biomechanik-Professors Gert-Peter Brüggemann und die IAAF-Wettkampfregel 144.2.

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