Weltcup-Endspurt

Hirscher will mit Bier-Prämie große Kristallkugel holen

Sport
27.02.2012 10:25
Marcel Hirscher hat Crans-Montana als klarer Punktesieger gegen seinen Gesamtweltcup-Konkurrenten, den Schweizer Lokalmatador Beat Feuz, verlassen. Während der Weltcup-Spitzenreiter aus Salzburg 80 Punkte eroberte, musste sich der Emmentaler mit mickrigen 37 Zählern in den drei Heimrennen begnügen. "Das sind ganz wichtige 80 Punkte", betonte Hirscher, der seine ÖSV-Kollegen mit einer Bier-Prämie belohnen will, wenn sie Feuz am kommenden Speed-Wochenende in Kvitfjell Punkte wegschnappen.

Nichts wurde aus Feuz' geplanter Aufholjagd in Crans-Montana - im Gegenteil: Hatte der 25-jährige Speed-Spezialist vor den beiden Super-G-Rennen und dem Riesenslalom 52 Punkte Rückstand, vergrößerte sich dieser nun sogar auf 95 Zähler. Es gelang ihm nicht einmal, den nach einer Meniskusoperation noch pausierenden Titelverteidiger Ivica Kostelic von Platz zwei zu verdrängen.

Feuz in Kvitfjell unter Zugzwang
Der Kroate, der am Montag wieder mit leichtem Training für das am 10. März im Riesentorlauf in Kranjska Gora geplante Comeback begann, liegt als erster Hirscher-Jäger noch immer drei Zähler vor Feuz und 92 hinter Hirscher. Der Eidgenosse steht somit in dieser Woche in Kvitfjell unter enormen Erfolgsdruck, um seine Chance auf die große Kristallkugel am Leben zu erhalten.

Wie Hirscher hatte der Schweizer Lokalmatador vor allem mit der weichen Piste in Crans-Montana zu kämpfen. Eine starke Prellung im rechten Knie, die er sich am Dienstagabend im "City Event"-Parallelslalom in Moskau zugezogen hatte, habe ihn dagegen nicht sonderlich behindert. "Es wäre sicher mehr möglich gewesen, aber auf diesem Schnee fehlt mir das Vertrauen", erklärte Feuz, der nach den Plätzen 20 und 10 im Super-G als 31. die Qualifikation für den zweiten Riesentorlauf-Durchgang um sieben hundertstel Sekunden verpasst hatte.

Hirscher macht Kollegen mit Bier-Prämie heiß
Nun hofft er wenigstens auf harte Bedingungen in Kvitfjell, wo auf der Olympiapiste von Freitag bis Sonntag erneut zwei Super-G-Rennen sowie eine Abfahrt auf dem Programm stehen. Feuz weiß, dass er in Norwegen, wo sowohl Hirscher als auch Kostelic fehlen, die Führung übernehmen muss, denn danach ist Supertechniker Hirscher klar im Vorteil. Nach Kvitfjell stehen nämlich nur noch jeweils eine Abfahrt und ein Super-G, aber jeweils noch zwei Riesentorläufe und Slaloms auf dem Weltcup-Programm der Herren.

Hirscher selbst wird in Norwegen nicht starten, sondern spart lieber seine Kräfte und vertraut auf seine ÖSV-Kollegen. Klaus Kröll, Hannes Reichelt und Co. winkt beim Weltcup-Finale in Schladming eine ganz spezielle Bier-Prämie, wenn sie Feuz die vielleicht entscheidenden Punkte wegschnappen.

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