Sa, 20. Jänner 2018

Ekelfleischskandal

31.08.2007 13:37

160 Tonnen Fleischabfall in Umlauf gebracht

Der jüngste Fleischskandal in Deutschland nimmt immer größere Dimensionen an: Inzwischen gehen die Ermittler von etwa 160 Tonnen Fleischabfall aus, der von Bayern aus in andere Bundesländer geliefert wurde.

Bislang waren Ermittler von etwa 20 Tonnen sogenanntem K3-Material, das für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet ist und nur von bestimmten Betrieben zu Tierfutter verarbeitet werden darf, ausgegangen. Laut Renate Thanner, Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft in Memmingen, dürfte der Betriebsleiter der Fleischfirma im bayrischen Wertingen jedoch acht bis neun umetikettierte Lieferungen zu je 20 Tonnen in Umlauf gebracht haben.

Aufmerksamer Lkw-Fahrer gab Hinweis
Auf den Skandal aufmersam gemacht hatte die Behörden der Fahrer eines Fleischtransporters. Ihm war aufgefallen, dass die von ihm gelieferte K3-Ware von dem Ehemann der Geschäftsführerin der Wertinger Firma an einem möglichst unauffälligen Ort abgeladen werden sollte. Dort habe dieser dann begonnen, die Kennzeichnung der Waren zu entfernen.

Der Beschuldigte gab bei der Polizei zu, er habe ohne Wissen seiner Frau geplant, dieses Fleisch wie zuvor im Juli als verzehrtauglich an einen Kebab-Produzenten zu verkaufen. Auch der Empfänger der Ware soll nichts gewusst haben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden