Sa, 18. November 2017

Spieler zornig

14.11.2017 14:28

Geldmacherei in „Battlefront 2“: Shitstorm für EA!

Am 17. November veröffentlicht Electronic Arts (EA) den zweiten Teil seines "Star Wars"-Shooters "Battlefront" - diesmal mit der Einzelspielerkampagne, die viele Gamer beim ersten Teil vermisst haben. Allerdings hat der Publisher schon vor der Veröffentlichung einen Shitstorm losgetreten, indem er ikonische "Star Wars"-Helden als (mit Echtgeld) freischaltbare Zusatzinhalte ins Spiel eingebaut hat.

Konkret geht es um Luke Skywalker und Darth Vader: Sie sind zwar im Spiel enthalten, können laut einem "Heise"-Bericht allerdings erst gespielt werden, wenn der Spieler rund 40 Stunden in ihre Freischaltung investiert hat - oder sein Portemonnaie zückt, um sogenannte Lootboxen zu kaufen, in denen freischaltbare Gegenstände und Spielgeld zu finden sind, was das Vorankommen beschleunigt.

Reddit-Gemeinde entfesselt Shitstorm gegen EA
Unter den Spielern hat diese Vorgehensweise zu heftigen Diskussionen geführt - etwa im Online-Forum Reddit. Viele üben dort Kritik an der nicht nur bei EA verbreiteten Praxis, Games zunächst zum Vollpreis - 60 bis 70 Euro - zu verkaufen und den Spielern dann nachträglich noch Geld mit DLCs, Lootboxen und In-Game-Items aus der Tasche zu ziehen.

Ein EA-Mitarbeiter, der sich in die Diskussion eingeschaltet und versucht hat, das Geschäftsgebaren des Videospielriesen zu rechtfertigen, hat den Zorn der Gamer noch weiter angestachelt. Zu Hunderttausenden haben sie schlechte Bewertungen für seine Postings abgegeben, aktuell hält er mit fast 300.000 Votes den Rekord für die meisten Negativstimmen auf Reddit.

EA senkt kurz vor Verkaufsstart In-Game-Preise
Der anhaltende Shitstorm scheint auch die Verantwortlichen bei EA zum Nachdenken gebracht zu haben: Als Reaktion auf den Ärger hat der Publisher angekündigt, Luke Skywalker und Darth Vader im Game für weniger Spielgeld freischalten zu lassen, konkret wurde der Aufwand auf ein Viertel der ursprünglich nötigen Spielzeit bzw. ein Viertel des Spielgelds reduziert.

Dennoch: Der Ärger vieler Spieler über die Geldmacherei mit Vollpreistiteln bleibt. Und zwar nicht nur im Zusammenhang mit Electronic Arts, sondern in Bezug auf die gesamte Branche. In-Game-Transaktionen sind nämlich keine EA-Domäne, sondern beispielsweise auch im neuesten Teil der Activision-Shooterreihe "Call of Duty", der "Herr der Ringe"-Schnetzelei "Schatten des Krieges" von Warner Bros. und vielen anderen Games üblich.

 krone.at
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