Mi, 13. Dezember 2017

Völlig überraschend

24.07.2017 10:50

Viennale-Chef Hurch starb in Rom an Herzversagen

Hans Hurch ist am Sonntag in Rom völlig überraschend an Herzversagen gestorben, wie Viennale-Geschäftsführerin Eva Rotter am Montag mitteilte. Der Viennale-Direktor, der am 18. Dezember seinen 65. Geburtstag gefeiert hätte, habe sich zu einem Arbeitstreffen mit dem Regisseur Abel Ferrara in der italienischen Hauptstadt aufgehalten.

"Es ist für uns alle ein Schock und großer Verlust und menschlich sehr schwer zu verkraften. Wir werden unser Möglichstes tun, um die diesjährige Viennale in seinem Sinne zu gestalten", hieß es in einer ersten Stellungnahme des Viennale-Teams. "Wir möchten unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere Anteilnahme der Familie und den Freunden aussprechen."

Zuletzt wurde Hurch vom Kuratorium der Viennale bis 2018 als Direktor bestätigt. Seit Langem hatte der ehemalige Filmjournalist das heimische Film- und Festivalgeschehen gesprägt. Und doch betonte er, als sein Vertrag noch einmal verlängert wurde: "Ich bin nicht die Viennale. Ich mache die Viennale nicht alleine, auch wenn ich sie sehr geprägt habe".

"Mit 2018 ist meine Arbeit wirklich zu Ende"
2018 wollte sich Hurch, der sich nicht nur in seinen Eröffnungsreden immer wieder pointiert und kritisch zu politischen und kulturpolitischen Themen geäußert hatte, jedoch zurückziehen: "Mit 2018 ist meine Arbeit wirklich zu Ende", versicherte er damals. Die Viennale war unter seiner Leitung ein international beachtetes und vom Publikum begeistert angenommenes Festival für Cineasten geworden.

Geboren wurde Hurch am 18. Dezember 1952 in Schärding (Oberösterreich). Ab 1971 studierte er Kunstgeschichte, Philosophie und Archäologie an der Universität Wien, ab 1976 war er Mitarbeiter der Wiener Stadtzeitung "Falter". Neben seiner journalistischen Tätigkeit organisierte er Filmreihen und Retrospektiven. Von 1986 bis 2000 wirkte er als Regieassistent und Mitarbeiter bei Theater-und Filmarbeiten von Jean-Marie Straub und Danièle Huillet mit, 1990-92 arbeitete er mit der Dokumentarfilmerin Astrid Johanna Ofner zusammen.

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