Mi, 13. Dezember 2017

Strom abgedreht

16.06.2017 16:05

Wegen Nachbar: Telfer saß plötzlich im Dunkeln!

Wenn einem ohne Vorwarnung der Strom abgeschaltet wird, verursacht das nicht nur Scherereien, sondern auch Kosten. So können etwa aufgetaute Lebensmittel nicht wieder zurück in die Tiefkühltruhe - und auch im Kühlschrank ist einiges zu entsorgen. Noch ärgerlicher ist, wenn der Strom irrtümlich abgedreht wurde ...

Als Michael Schmid (68) vergangene Woche nach Hause kam, blieb die Wohnung dunkel. Der Telfer glaubte zunächst an einen allgemeinen Stromausfall - doch alle anderen Mieter im Mehrparteienhaus hatten Licht. "Ich bin dann gleich in den Keller gegangen und habe bemerkt, dass meine Hauptsicherung verplombt war", wunderte sich der pensionierte Berufsschullehrer. Schließlich hat er seine Stromrechnungen auch immer pünktlich bezahlt.

"Da ich vom Fach bin, habe ich die Plombe umgehend entfernt und mich bemüht den Grund für das ,Abdrehen‘ zu erfahren", war der 68-Jährige mehr als verärgert. Denn es war reiner Zufall, dass er nicht wie geplant für ein paar Tage verreist war und somit der Inhalt des Kühlschrankes für die Mülltonne gewesen wäre.

Wohnung verwechselt

Nach etlichen Versuchen per Telefon oder E-Mail der Sache auf den Grund zu gehen, fand der Oberländer heraus, dass ihm irrtümlich der Strom abgedreht wurde. Der Mitarbeiter des Stromversorgers hat nämlich die Wohnungen verwechselt. "Mein Nachbar war ausgezogen und statt ihm den Strom abzudrehen, musste fälschlicherweise ich dran glauben", erklärt Schmid, der es sich nicht verkneifen konnte, den Stromversorger zu raten, die Mitarbeiter besser auszubilden. "Dies hätte ich lieber nicht machen sollen", muss der Pensionist über sich selbst schmunzeln. Denn wie sich später herausgestellt hat, war der "Übeltäter" ein ehemaliger Schüler des 68-Jährigen. "Als er sich telefonisch bei mir entschuldigte, wollte ich wissen, ob ich ihm einmal eine schlechte Note gegeben habe und dies ein Racheakt war. Zum Glück ist das nicht so", lacht Schmid.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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