Di, 21. November 2017

Gemeinderatswahl

14.03.2015 19:52

So spannend wird es im Südwesten

Nur noch 15 statt 40 Gemeinden: Im Bezirk Deutschlandsberg haben die Fusionen sehr viel geändert. Die große Frage: Welche Auswirkungen hat die Reform auf die Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2015? In einigen Kommunen wie Eibiswald und Wies ist die Spannung groß, in anderen wie Deutschlandsberg und Stainz ist die Favoritenrolle hingegen klar.

Es war einmal eine recht überschaubare Bezirksstadt. Dann kam eine große Reform, die Stadt verschmolz mit fünf weiteren Kommunen und ist nun riesig. Sie erstreckt sich über die Koralm bis zur Grenze nach Kärnten. Der Bürgermeister der alten, kleineren Stadt will dieses Amt auch in der neuen, großen ausüben: Josef Wallner von der SP Deutschlandsberg. "Im neuen Bürgerservicebüro im Rathaus und in den Servicestellen in den Ortsteilen läuft es gut", ist er zufrieden. In naher Zukunft heißt es vor allem, die Chancen durch den Koralmtunnel zu nutzen. Entlang der Bahn sollen sich zahlreiche Betriebe ansiedeln.

Ein "Schwarzer" lief zu den "Blauen" über
Der VP-Spitzenkandidat ist ein neues Gesicht in der ersten Reihe: Jürgen Kovacic, der Bezirksgeschäftsführer der Partei. "Die Kandidatur war nicht in meiner Lebensplanung, man muss aber bereit sein Verantwortung zu übernehmen." Wichtige Anliegen sind ihm eine Attraktivierung des Hauptplatzes und eine leistungsstarke Anbindung zur Autobahn.

Den Hauptplatz nennt (neben mehr direkter Demokratie im Ort) auch Harald Lederer als wichtiges Thema. Der bisherige VP-Frontmann von Bad Gams tritt diesmal für die FP an. "Ich war nicht gegen Reformen, aber gegen die Art und Weise, wie sie durchgezogen wurden" Er versteht nicht, warum Frauental im Gegensatz zu Bad Gams nicht mit Deutschlandsberg zusammengelegt wurde.

Landtagsmandatar will es bei Wahl wissen
Ein enges Rennen ist in Eibiswald zu erwarten: Hier haben drei "schwarze" und drei "rote" Gemeinden fusioniert. Für die VP tritt Andreas Kremser (bisher Bürgermeister von Aibl) an, für die SP Landtagsabgeordneter Hubert Koller aus Soboth. Koller verweist darauf, dass er mit seinen guten Kontakten im Land viel erreichen kann, gerade bei seinem großen Ziel: eine Verlängerung der Bahnstrecke bis Eibiswald.

Im benachbarten Wies ist der Ausgang der Wahl ebenfalls offen. Das Besondere: Drei Bürgerlisten aus drei Altgemeinden haben sich zusammengeschlossen und treten nun als "Liste aller Wieser" unter Josef Waltl an: "Mein Ziel ist es, weiterhin Bürgermeister zu sein. Eine Herausforderung ist sicher, der Abwanderung entgegenzuwirken, indem man weitere Betriebe ansiedelt und neuen Wohnraum, etwa in Bahnhofsnähe, schafft."

Schon wieder Wahl in Pölfing-Brunn
Wahlerprobt sind die Bürger in Pölfing-Brunn: Erst im Vorjahr wurde in der finanziell klammen Gemeinde neu gewählt, nun schon wieder. Gerhard Schreiner (SP) will das Bürgermeisteramt von der VP zurückerobern: "Oberstes Ziel ist die Sanierung des Gemeindehaushaltes, mit dem Endziel 2020 Kredite teilweise außerplanmäßig zu tilgen und Gebühren zu senken." Die FP möchte ihre zwei Mandate halten und "Kontrollpartei" bleiben.

Keine Überraschungen sind in Stainz zu erwarten. Die VP unter Walter Eichmann ist glasklarer Favorit, auch wenn diesmal gleich sechs Listen antreten. Das Zusammenwachsen der sechs Fusionskommunen ist eine "Riesen-Herausforderung", berichtet Eichmann. "So gibt es etwa sechs unterschiedliche Flächenwidmungspläne, teilweise sind sie nicht digitalisiert."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden