Do, 23. November 2017

Kein Geld für Gitter

14.01.2014 16:40

Wienerin zum neunten Mal Opfer von Einbrechern

Bettina H. liebt ihre Wohnung am grünen Stadtrand Wiens. Leider tun das auch Einbrecher. Bereits zum neunten Mal (!) ist in die Wohnung eingebrochen worden. Die Zores sind für die alleinerziehende Mutter Routine. Sie würde die schöne Aussicht gegen Gitter tauschen, kann sich den Einbau aber nicht leisten.

Sogar die Schutzengerln der beiden Kinder haben die Einbrecher schon mitgenommen. "Wertsachen gibt es bei uns sowieso keine mehr zu holen", schildert die tapfere 36-Jährige. Umziehen will die Familie bisweilen dennoch nicht. Die Wohnung liegt in einer ruhigen und grünen Gegend und die Kinder gehen in der Nähe zur Schule.

Beim neunten Einbruch in der Vorwoche hat Bettina H. die Täter sogar auf frischer Tat ertappt und festgehalten, bis die Polizei gekommen ist. Bei den beiden Kindern sitzt der Schock aber mittlerweile tief, sie haben Angst in ihrem Zuhause.

Versicherung, Verwaltung und Gemeinde winken ab
Bettina H. würde deshalb gerne Fenster und Balkontür der Gemeindewohnung im 22. Bezirk vergittern lassen. Das Glas der Tür wurde auch beim neunten Einbruch eingeschlagen. Den Schaden bezahlt zwar die Haushaltsversicherung, an Kosten für Schutzmaßnahmen will sie sich aber nicht beteiligen. Und genau die kann sich die Wienerin nicht leisten. Vom Lohn bleibt einfach nicht genug übrig für solche Extras. Auch die Gemeinde hat eine Anfrage auf Kostenbeteiligung abgelehnt.

Ihre "Krone"-Ombudsfrau will nicht glauben, dass man die Hilferufe einer alleinerziehenden Mutter in so einer Situation einfach ignoriert. Nach neun Einbrüchen! Es sollte doch auch im Interesse der Versicherung und der Hausverwaltung sein, dass die Wohnung einbruchsicher gemacht wird. Oder?

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