Di, 22. Mai 2018

Kein Geld für Gitter

14.01.2014 16:40

Wienerin zum neunten Mal Opfer von Einbrechern

Bettina H. liebt ihre Wohnung am grünen Stadtrand Wiens. Leider tun das auch Einbrecher. Bereits zum neunten Mal (!) ist in die Wohnung eingebrochen worden. Die Zores sind für die alleinerziehende Mutter Routine. Sie würde die schöne Aussicht gegen Gitter tauschen, kann sich den Einbau aber nicht leisten.

Sogar die Schutzengerln der beiden Kinder haben die Einbrecher schon mitgenommen. "Wertsachen gibt es bei uns sowieso keine mehr zu holen", schildert die tapfere 36-Jährige. Umziehen will die Familie bisweilen dennoch nicht. Die Wohnung liegt in einer ruhigen und grünen Gegend und die Kinder gehen in der Nähe zur Schule.

Beim neunten Einbruch in der Vorwoche hat Bettina H. die Täter sogar auf frischer Tat ertappt und festgehalten, bis die Polizei gekommen ist. Bei den beiden Kindern sitzt der Schock aber mittlerweile tief, sie haben Angst in ihrem Zuhause.

Versicherung, Verwaltung und Gemeinde winken ab
Bettina H. würde deshalb gerne Fenster und Balkontür der Gemeindewohnung im 22. Bezirk vergittern lassen. Das Glas der Tür wurde auch beim neunten Einbruch eingeschlagen. Den Schaden bezahlt zwar die Haushaltsversicherung, an Kosten für Schutzmaßnahmen will sie sich aber nicht beteiligen. Und genau die kann sich die Wienerin nicht leisten. Vom Lohn bleibt einfach nicht genug übrig für solche Extras. Auch die Gemeinde hat eine Anfrage auf Kostenbeteiligung abgelehnt.

Ihre "Krone"-Ombudsfrau will nicht glauben, dass man die Hilferufe einer alleinerziehenden Mutter in so einer Situation einfach ignoriert. Nach neun Einbrüchen! Es sollte doch auch im Interesse der Versicherung und der Hausverwaltung sein, dass die Wohnung einbruchsicher gemacht wird. Oder?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Hofmanns Abschied
Rapid: „Es war schlimm - aber wunderschön“
Fußball National
Peinliche Niederlagen
Austrias Talfahrt: Die violette Bankrotterklärung
Fußball National
Strommast gerammt
Brüder stürzten mit Motorsegler bei Landung ab
Oberösterreich
Jäger spannte Draht
Zweifache Mutter entging beim Radeln Todesfalle
Oberösterreich
Politik lockt mit Geld
Neue Rezepte gegen den Hausärzte-Mangel
Österreich
Ganz schön stark!
Muskel-Bauer trägt Arabella auf Händen
Stars & Society
Kreuzreaktionen
Allergiker mögen keinen Hummer
Gesund & Fit
Aufklärung wichtig
Wien und seine Baustellen: Das Experten-Urteil
Österreich

Für den Newsletter anmelden