Fr, 15. Dezember 2017

"Nicht unser Stil"

15.04.2012 15:47

Sturm unglücklich über den Ablauf bei Foda-Rauswurf

Trotz eines 2:2 am Samstag gegen Bundesliga-Titelfavorit Red Bull Salzburg kommt Meister Sturm Graz auch Tage nach der Beurlaubung von Erfolgscoach Franco Foda nicht zur Ruhe. Sturm-Präsident Christian Jauk gestand am Sonntag in einer Stellungnahme, dass die Art und Weise der Trennung vom Deutschen, der die Grazer im Vorjahr noch sensationell zur Meisterschaft geführt hatte, nicht glücklich war.

"Wir möchten anmerken, dass uns der zeitliche Ablauf und die Art der Beurlaubung von Franco Foda selbst am meisten zusetzt und in keinem Fall Maßstab für den zukünftigen Umgang mit geschätzten und verdienten Mitarbeitern sein darf und wird", erklärte Jauk. Foda war sein Aus am Donnerstag nach dem blamablen Cup-Aus gegen Zweitliga-Schlusslicht Hartberg von den neuen Geschäftsführern Paul Gludovatz und Christopher Houben mitgeteilt worden.

Sturm-Präsident: "Das ist nicht unser Stil"
Sportchef Gludovatz hatte die Trennung danach als "überfällige Aktion" bezeichnet, zumal Fodas Vertrag mit Saisonende auslaufe und sich dieser schon im Winter gegen eine Verlängerung ausgesprochen hatte. "Das ist nicht der Stil, mit dem wir als neue Sturm-Führung vor einigen Wochen angetreten sind", kommentierte Jauk den Foda-Rauswurf. Dem Meistertrainer habe man angeboten, ihn am 17. Mai beim letzten Saisonheimspiel gegen die Wiener Austria feierlich zu verabschieden. Dann will Gludovatz auch bereits einen Nachfolger gefunden haben.

Foda über Gludovatz schwer verärgert
Ex-Trainer Foda will aber offenbar auf eine feierliche Verabschiedung bei den Steirern, die ihm Klubchef Jauk in Aussicht gestellt hat, verzichten. In der "Sky"-Sendung "Talk und Tore" zeigte sich der Deutsche diesbezüglich nicht wirklich gesprächsbereit. "Ich glaube nicht, dass ich das Angebot annehmen werde, weil zu viele Dinge passiert sind", sagte der Coach.

Dem 45-Jährigen liegen noch immer die Wortmeldungen von Paul Gludovatz im Magen. "Wir waren noch vor wenigen Wochen Kollegen, da gibt es einen Kodex. Seine Aussagen haben mich mehr enttäuscht als die Beurlaubung bei Sturm. Ich habe noch nie in der Öffentlichkeit über Spieler oder Trainer meine Meinung abgegeben", betonte Foda.

Lob für Foda von Interimscoach Kristl
Nach dem Remis der "Blackies" gegen Salzburg (Bericht in der Infobox) hatte Interimstrainer Thomas Kristl nur in höchsten Tönen von seinem Vorgänger gesprochen. "Das ist die Mannschaft von Franco Foda und von sonst niemandem", meinte dessen langjähriger Assistent. "Das Einzige, das sich geändert hat, ist, dass der Cheftrainer nicht mehr da ist. Es ist schade, wie das Ganze abgelaufen ist." Eine einvernehmliche Trennung hatte Foda abgelehnt, sein Vertrag läuft daher erst am 31. Mai aus.

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