Mo, 21. Mai 2018

Teamchef-Debatte

09.08.2011 13:35

Didi Constantini: "Lasse mich sicher nicht beeinflussen"

Österreichs Teamchef Dietmar Constantini will sich von den anhaltenden Diskussionen um seine Person vor dem Testspiel am Mittwochabend (Anpfiff: 20.30 Uhr) gegen die Slowakei nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Tiroler, dessen Vertrag mit Jahresende ausläuft, versprach am Dienstag, sich nicht beeinflussen zu lassen und bis zum Ende mit vollem Elan für das Team da zu sein - auch wenn sein Kontrakt nicht verlängert werden sollte.

"Ich werde bis zur letzten Minute meine Arbeit machen", betonte Constantini in Klagenfurt. "Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Ich lasse mich aber sicher nicht beeinflussen." Trotz einiger Kommunikationsprobleme mit Präsident Leo Windtner hatte der ÖFB zuletzt durchblicken lassen, zumindest bis Ende der laufenden EM-Qualifikation an Constantini festhalten zu wollen.

"Ich kann nicht immer diskutieren"
Die persönlichen Differenzen zwischen Constantini und Windtner waren laut Teamchef zuletzt in einem ausführlichen Telefongespräch beigelegt worden. "Die Sache ist für mich erledigt. Ich kann nicht immer diskutieren", meinte Constantini, der sich von den Spekulationen um mögliche Nachfolger nicht irritieren lassen möchte.

"Während wir kaserniert sind, lese ich keine Zeitung", erklärte Constantini. "Das heißt aber nicht, dass ich sonst Zeitung lese." Betont entspannt stellte sich Constantini der Presse - wissend, dass die Slowakei sein letztes Testspiel als ÖFB-Trainer sein könnte. Danach folgen im September die schwierigen EM-Quali-Spiele in Deutschland und gegen die Türkei sowie zum Abschluss im Oktober die Gastspiele in Aserbaidschan und Kasachstan.

Ludwig hält zu Constantini
"Ich spüre nicht mehr Druck als vorher. Wir wollen gewinnen, die Diskussion ist doch immer die gleiche", meinte Constantini vor dem Testlauf in Kärnten. "Das gehört zum Job dazu." Ob sein Vertrag verlängert werde, könnten nur Verbandschef Windtner und das ÖFB-Präsidium beantworten. "Wenn nichts Dramatisches passiert, werden wir die Qualifikation abwarten", hatte Generaldirektor Alfred Ludwig zuletzt in Klagenfurt erklärt.

Constantini nimmt es, wie es kommt. Ob der 56-Jährige, der seit März 2009 im Amt ist, innerlich bereits mit dem Job abgeschlossen hat, ist ihm nicht anzusehen. "In der deutschen Bundesliga sind alleine im Vorjahr zwölf Trainer entlassen worden", erinnerte Constantini. "Die leben auch noch." Ohnehin zähle derzeit nur die Partie gegen die Slowakei. "Die Sache ist nicht wichtig", betonte der Teamchef. "Wichtig ist nur das Spiel."

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