Di, 12. Dezember 2017

War bei Feuerwehr

22.12.2010 17:14

16-Jähriger aus dem Bezirk Baden legte fast 20 Brände

Er hat zwei Jahre lang 36.000 Bewohner im südlichen Niederösterreich in Angst und Schrecken versetzt: Nach 19 gelegten Bränden wurde jetzt ein früherer Jungfeuerwehrmann als mutmaßlicher Feuerteufel ausgeforscht. Das 16-jährige Heimkind soll zuerst aus Langeweile und dann "aus dem Drang zu löschen" gezündelt haben.

Der arbeitslose Jugendliche wurde immer gefährlicher, zeigte das klassische kriminalistische Bild eines Pyromanen. Denn standen anfänglich "nur" Müllinseln oder Container in Flammen, schlug der Verdächtige zuletzt in einer Nacht Anfang November gleich vier Mal in Bad Vöslau zu. Dabei zündete er unter anderem ein Auto und einen an ein Haus angebauten Schuppen an.

Zu diesen Straftaten gestand der ehemalige Jung- bzw. Probefeuerwehrmann im Verhör durch Ermittler des Landeskriminalamtes zudem noch 15 weitere Anschläge in Baden. Auf die Spur kamen ihm die Fahnder, weil er mehrmals - auch beim Löschen - an Tatorten gesehen worden war. Anfänglich als Zeuge befragt, brach er dann zusammen.

Seit Herbst 2008, also mehr als zwei Jahre lang, soll das nun wieder bei seiner Mutter lebende ehemalige Heimkind die 36.000 Bewohner beider Gemeinden in Angst und Schrecken versetzt haben. Überprüft wird zudem, ob der Jugendliche für die (lebensgefährliche) Brandstiftung in einer Wohnhausanlage im Februar dieses Jahres verantwortlich ist. Damals wurde auch eine hochschwangere Frau verletzt. Von all dem will der 16-Jährige freilich - noch - nichts wissen. Auf Weisung des Staatsanwalts wird der mutmaßliche Serien-Feuerteufel auf freiem Fuß angezeigt.

von Christoph Budin, Kronen Zeitung

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