Di, 24. April 2018

Rodeln

27.01.2018 15:18

Penz/Fischler in Sigulda an EM-Medaille vorbei

Österreichs Elite im Kunstbahn-Rodeln ist beim Weltcup-Finale in Sigulda am Samstag ohne Podestrang und damit auch ohne EM-Medaille geblieben. Bei den auch als Kontinentaltitelkämpfe gewerteten Bewerben wurden Peter Penz/Georg Fischler Doppelsitzer-Fünfte, bei den Damen Madeleine Egle als einzige klassierte ÖRV-Dame 20. Gold ging an Toni Eggert/Sascha Benecken (GER) bzw. Tatjana Iwanowa (RUS). 

Die größte Chance auf einen Platz unter den Top drei hatte unerwartet Egle, die Tirolerin war nämlich nach dem ersten Lauf hinter der im Weltcup zum zehnten Mal erfolgreich gebliebenen Iwanowa und der Deutschen Natalie Geisenberger sensationell auf Rang drei gelegen. Im zweiten Heat häuften sich bei der 19-Jährigen aber die Fehler, womit sie noch auf EM-Rang 14 zurückfiel (+1,866). Birgit Platzer war im ersten Lauf nicht ins Ziel gekommen, Hannah Prock als dritte für Olympia nominierte ÖRV-Dame hatte die Qualifikation für das Rennen im Nationencup um einen Rang bzw. 0,043 Sekunden verpasst.

Die nicht für Pyeongchang berücksichtigte Miriam Kastlunger hatte krankheitsbedingt passen müssen. Rang zwei und drei im Rennen und der EM-Wertung ging an Geisenberger (+0,087) und die Italienerin Sandra Robatscher (0,371). Penz/Fischler fehlten 0,412 Sekunden auf die Sieger und 0,186 auf deren drittplatzierte Landsleute Tobias Wendl/Tobias Arlt. Silber ging an die lettischen Lokalmatadore Andris und Juris Sics (+0,055). Das Bessere der beiden ÖRV-Duos nutzte die Konkurrenz aber, um für Olympia auf dem Materialsektor noch zu testen.

Letzten Fragen bis Olympia abklären
"Es war klar, dass der Schuss nach hinten losgehen kann", meinte Fischler. "Aber in Blickrichtung Olympische Spiele war es wichtig, die letzten noch offenen Fragen abzuklären." Die Sprint-Sieger von Lillehammer fixierten jedoch nach Startrekord in Lauf zwei mit Weltcup- und EM-Rang fünf Platz drei im Gesamtweltcup, ausständig ist nur noch der Sprint am Sonntag (11.20 Uhr MEZ). "Wir wissen, dass die Form passt", fügte Fischler an. Die ebenso für Pyeongchang nominierten Thomas Steu/Lorenz Koller wurden im Rennen Elfte und im EM-Ranking Zehnte.

"Es waren keine groben Schnitzer dabei, aber einige zum Teil sehr harte Lenkbewegungen", sagte Steu. Am Sonntag steht zunächst der Einsitzer-Bewerb der Herren auf dem Programm und ab 11.20 Uhr MEZ die nicht zu den Europameisterschaften gehörenden Sprintbewerbe. Letztlich fällt noch die Weltcup- und EM-Entscheidung in der Teamstaffel. Für Wolfgang Kindl geht es in Einzel und Sprint darum, womöglich den Deutschen Felix Loch noch an der Weltcupspitze abzufangen, aktuell liegt er 45 Punkte zurück. Die ÖRV-EM-Chance gibt es sowohl in Einzel als auch der Staffel. 

krone Sport
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