Fr, 20. April 2018

Abfahrt in Garmisch

27.01.2018 14:56

Kriechmayr rast aufs Podest, Beat Feuz siegt!

Mit Hannes Reichelt und Matthias Mayer kamen zwei weitere ÖSV-Läufer in die Top Ten. Reichelt (+0,36 Sekunden) wurde 15 Tage vor der Olympia-Abfahrt in Jeongseon Fünfter, Mayer (+0,64) reihte sich als Achter ein. Der Steirer Daniel Danklmaier (1,32) wurde 18. Christian Walder und Romed Baumann, die sich noch für eine Olympia-Nominierung empfehlen hätten können, schieden beide aus. Walder blieb bei einem Sturz vor dem Ziel unverletzt. Max Franz wurde mit 2,28 Sekunden Rückstand 36.

"Es schlägt, es ist streng. Man ist völlig am Ende hier im Ziel. Aber wenn es schlussendlich grün aufleuchtet, entschädigt das für alles", sagte Feuz, der nach Lake Louise und Wengen schon den dritten Sieg in dieser Saison feierte. Das war zuletzt 2011/12 mit Didier Cuche einem Schweizer gelungen. "Es ist mir eigentlich egal auf welcher Strecke ich gewinne, aber Garmisch hat mir noch gefehlt, das ist natürlich schön." Vor einer Woche in Kitzbühel war Feuz Zweiter gewesen.

Der Schlüssel zu seinem Sieg war der Schlussabschnitt mit dem Kernstück Freier Fall. Dort deklassierte der Emmentaler die Konkurrenz regelrecht. "Besichtigt haben es viele so, aber letztendlich ist es wahrscheinlich nur mir so geglückt", erklärte Feuz zu seiner Linienwahl. "Bei mir war es alles sehr auf Zug, viele hat es reingedrückt oder rausgedrückt. Das war bei mir nicht der Fall."

Die österreichische Speed-Mannschaft blieb damit auch in der siebten Abfahrt im Weltcup-Winter ohne Sieg. Kriechmayr lag bei der vierten und vorletzten Zwischenzeit noch 0,33 Sekunden vor Feuz, hatte dann jedoch in einer der Kurven vor dem Freien Fall einen leichten Hakler, der "ein paar Zehntel" gekostet habe, wie der Oberösterreicher selbst vermutete. Schon in Kitzbühel war Kriechmayr vor einer Woche oben enorm schnell, verpatzte jedoch die Traverse und wurde schließlich Vierter.

"Sicher war es mein Ziel nach der Saison, dass ich einmal auf das Podium komme. Ich glaube, ich war ganz gut drauf. Ich freue mich, dass ich es jetzt einmal geschafft habe", meinte der 26-Jährige, der im November den Super-G in Beaver Creek gewonnen hatte.

"Es war ein kleiner Fehler, aber wer weiß, ob es sich dann ausgegangen wäre", befand Kriechmayr. "Ich glaube, in der Passage ist der Beat absolute Bestzeit gefahren. Da haben wir alle ein bisschen verloren. Ich habe es nicht ideal erwischt, aber trotzdem war es noch im Rahmen. Ich hätte durchaus mehr verlieren können."

Reichelt gab sich nach Platz fünf nicht sonderlich niedergeschlagen. "Es ist ein bisschen schade, aber wenn der Speed passt, ist es verkraftbar", betonte der Salzburger. "Ich bin da bei dem Schwung vor dem Freien Fall leider nicht mehr fertig geworden und ein bisserl zu weit links raus. Da nimmst du dann einfach kein Tempo mit."

Das Endergebnis
1. Beat Feuz (SUI) 1:55,39
2. Dominik Paris (ITA) 1:55,57 +0,18
2. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:55,57 +0,18
4. Aksel Lund Svindal (NOR) 1:55,67 +0,28
5. Hannes Reichelt (AUT) 1:55,75 +0,36
6. Peter Fill (ITA) 1:55,88 +0,49
7. Thomas Dreßen (GER) 1:55,92 +0,53
8. Matthias Mayer (AUT) 1:56,03 +0,64
9. Brice Roger (FRA) 1:56,22 +0,83
10. Emanuele Buzzi (ITA) 1:56,38 +0,99
11. Andreas Sander (GER) 1:56,45 +1,06
12. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 1:56,47 +1,08
13. Adrien Theaux (FRA) 1:56,51 +1,12
14. Christof Innerhofer (ITA) 1:56,54 +1,15
15. Martin Cater (SLO) 1:56,56 +1,17
16. Bryce Bennett (USA) 1:56,63 +1,24
17. Mauro Caviezel (SUI) 1:56,64 +1,25
18. Daniel Danklmaier (AUT) 1:56,71 +1,32
19. Johan Clarey (FRA) 1:56,78 +1,39
20. Benjamin Thomsen (CAN) 1:56,83 +1,44
21. Maxence Muzaton (FRA) 1:56,89 +1,50
21. Matteo Marsaglia (ITA) 1:56,89 +1,50
23. Urs Kryenbühl (SUI) 1:57,03 +1,64
24. Johannes Kröll (AUT) 1:57,17 +1,78
25. Bostjan Kline (SLO) 1:57,20 +1,81
25. Klemen Kosi (SLO) 1:57,20 +1,81
25. Gian Luca Barandun (SUI) 1:57,20 +1,81
28. Manuel Osborne-Paradis (CAN) 1:57,23 +1,84
29. Thomas Biesemeyer (USA) 1:57,26 +1,87
30. Gilles Roulin (SUI) 1:57,31 +1,92
Weiter:
34. Christopher Neumayer (AUT) 1:57,54 +2,15
36. Max Franz (AUT) 1:57,67 +2,28
38. Frederic Berthold (AUT) 1:57,69 +2,30

Ausgeschieden (u.a.): Christian Walder (AUT), Romed Baumann (AUT), Patrick Küng (SUI)
Nicht gestartet: Kjetil Jansrud (NOR)

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