Fr, 20. April 2018

„Krone“-Interview

24.01.2018 17:15

Marcel Hirscher: „Rekord, auf den ich stolz bin!“

Marcel Hirscher ist in Schladming mit Hermann Maier gleichgezogen! Im „Krone“-Interview sprach der Superstar nun über Sieg Nummer 54, den „Herminator“, Henrik Kristoffersen und den Stress …

„Krone“: Marcel, immer wieder Schladming! Was bedeutet dir dieser Ort mittlerweile?
Marcel Hirscher: Ein magischer Ort für mich, definitiv! Zuerst der erste Gesamtweltcup-Sieg 2012, dann WM-Gold 2013, jetzt dieser viel zitierte 54. Weltcup-Sieg. Unglaublich, was da schon passiert ist.

„Krone“: Jetzt, wo es vollbracht ist. Wie fühlt es sich an, den Rekord von Hermann Maier geknackt zu haben?
Hirscher: Ich hab‘ vorher bewusst den Ball flach gehalten. Ich red‘ nicht gerne über ungelegte Eier. Aber jetzt fühlt es sich wahnsinnig gut an. Jetzt kommen Marken daher, die wirklich Gewicht haben. Ein Rekord, auf den ich richtig stolz bin.

„Krone“: Wie hast du nach der „Niederlage“ gegen Kristoffersen in Kitz reagiert und dann den Spieß umgedreht?
Hirscher: Ich hab‘ am Montagabend auf der Reiteralm ein Extra-Training eingelegt, mit der Stirnlampe! Und das war sehr, sehr wichtig, die Basis des Sieges.

Ganz oben im VIDEO sehen Sie Marcel Hirschers Sieglauf in Schladming!

„Krone“: Deine Meinung zu den Schneeballwürfen auf Henrik?
Hirscher: Als ich ins Ziel kam, hab ich Henrik ins Gesicht geschaut und gewusst: Da passt was nicht. Auch ich hab‘ das schon an einem anderen Weltcup-Ort erlebt. Uncool, unlustig, unfair. Aber fünf Deppen sind bei 50.000 Fans leider schnell dabei.

„Krone“: Schon neun Saisonsiege trotz Knöchelbruch im Sommer. Was macht dich so stark?
Hirscher: Ich denke nicht an Punkte, an Taktik. Ich fahre auf Sieg – und das zu hundert Prozent.

„Krone“: Du scheinst perfekt für Olympia gerüstet zu sein?
Hirscher: Das Ziel wäre, dort genauso befreit zu fahren. Es ist auch nur ein Rennen mit roten und blauen Toren. Von den jetzigen Siegen kann ich mir dort aber auf jeden Fall genau null kaufen.

„Krone“: Apropos Olympia: Nach nur drei Stunden Schlaf musstest du schon wieder zur Olympia-Einkleidung. Wie geht’s dir aktuell mit dem Stress?
Hirscher: Mir ist bewusst, dass das zum Geschäft dazugehört. Aber der Zeitpunkt ist für uns Alpine schon sehr, sehr ungünstig. Eigentlich sogar ein Wahnsinn. Ich soll am Sonntag in Garmisch Riesentorlauf fahren, hab‘ aber seit Adelboden keinen Schwung trainiert.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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