So, 20. Mai 2018

"Jahrelanger Frust"

13.10.2008 15:01

Kuranyi entschuldigt sich für unrühmlichen Abgang

Kevin Kuranyi hat einen Tag nach seinem Rauswurf aus dem Kader der deutschen Nationalmannschaft um Verständnis für seine Stadion-Flucht während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland (2:1) gebeten. Auf einer Pressekonferenz am Montag in Gelsenkirchen bezeichnete der Schalker seinen Abgang am Samstag als "Fehler", begründete die spontane Handlung aber mit dem aufgestauten Frust über Jahre.

"Das Gesamte konnte ich nicht mehr tragen." Den Rauswurf durch Bundestrainer Joachim Löw akzeptiere er. Der 52-malige Teamspieler schloss nicht aus, trotzdem wieder für Deutschland zu spielen. "Was in der Zukunft passiert, entscheiden andere Menschen", erklärte Kuranyi.

Löw hat die telefonische Entschuldigung des Spielers für dessen unerlaubtes Entfernen angenommen, gleichzeitig aber die Trennung von dem Schalker Stürmer als "unwiderruflich" bezeichnet. "Daran gibt es nichts zu rütteln", erklärte der frühere Austria- und Tirol-Trainer am Montag in Düsseldorf.

Kuranyi hatte sich nach dem Eklat erst am späten Sonntagabend beim DFB-Teamchef gemeldet "und sich grundsätzlich für seine Reaktion entschuldigt", sagte der Chefcoach. Der 26-Jährige habe den "Fehler, die Mannschaft im Stich gelassen zu haben", eingestanden, erzählte Löw vom Gespräch mit seinem nunmehrigen Ex-Schützling.

Kein Glück im DFB-Team
Es ist nicht der erste große Wirbel um Kuranyi. Vor der Weltmeisterschaft 2006 war er überraschend vom damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann und dessen Assistenten Löw nicht für das Turnier in Deutschland nominiert worden. Nach guten Leistungen bei Schalke feierte Kuranyi im Februar 2007 ein erfolgreiches Comeback im Deutschland-Trikot und war auch im Sommer bei der Europameisterschaft dabei. Allerdings kam er bei der Endrunde nicht über Kurzeinsätze im Team des EM-Finalisten hinaus. Kuranyi debütierte am 29. März 2003 beim 1:1 gegen Litauen in Nürnberg in der Nationalmannschaft. In 52 Länderspielen erzielte er 19 Tore.

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