Leserbriefe vom
3.6.2026Datum auswählen
Der ORF im Wahlk(r)ampf
Der ORF füllt wieder wochenlang die Schlagzeilen. Wieder geht es um Management, Gremien und Corporate Governance (Grundsätze der Unternehmensführung, Anm.). Es geht um einen neuen Generaldirektor und eine Reihe anderer Besetzungen. Wer wird was, steht an erster Stelle. und die Politik ist mittendrin. Das Problem liegt aber woanders. Der Staat als Eigentümer ist gefordert. Und damit die Politik. Die Bundesregierung muss handeln! Eine klare Strategie und eine Reform der Struktur, des rechtlichen Rahmens, sind notwendig. Ein Unternehmen mit 1 Mrd. € Umsatz und etwa 3000 Mitarbeitern erfordert klare Rahmenbedingungen und Ziele. Der ORF bekommt über 700 Mio. Euro jährlich von seinen Staatsbürgern bzw. von der Öffentlichkeit. Der ORF ist ein gutes Unternehmen, und die allermeisten seiner Mitarbeiter sind erstklassig und mit Leidenschaft dabei. Was fehlt, sind eine professionelle Grundlage und professionelle Eigentümer. Ein Unternehmen dieser für Österreich bedeutenden Größenordnung muss dem Aktienrecht unterliegen und als Aktiengesellschaft organisiert werden. Es kann nicht sein, dass ein Allein-Geschäftsführer absolut alles allein bestimmen und entscheiden kann und es für ihn kein Vieraugenprinzip gibt. Das ist grob fahrlässig und hat auch nichts mit den handelnden Personen zu tun, sondern gilt grundsätzlich. Ein Aufsichtsrat mit 8–10 Eigentümervertretern und 4–5 Betriebsräten sowie einem 3er-Vorstand ist notwendig. Die Auswahl der Mitglieder des Aufsichtsrats obliegt dem Eigentümer: der Republik Österreich und deren Vertretern, der Bundesregierung, dem Parlament und den Landeshauptleuten, aber bitte nicht nach Parteizugehörigkeit. Und selbstverständlich ist wie in jeder Aktiengesellschaft der Vorstand professionell auszuschreiben, zu evaluieren und zu bestellen. Managementqualitäten, Strategie, Persönlichkeit, Führungseigenschaften sind wichtig, aber nicht Parteienzugehörigkeit. Das Aktienrecht gibt dazu einen klaren Rahmen vor. Für die Auswahl hat der Aufsichtsrat die volle Verantwortung zu tragen, ohne Einmischung von außen. Das Unternehmen steht heute so im internationalen Wettbewerb, dass das ORF-Gesetz stark reformbedürftig geworden ist und wie eine „Bleiweste“ wirkt. Die Themen und Schwerpunkte, die man vom ORF will, sind in einer Geschäftsordnung festzulegen und damit auch für den Vorstand bindend. Das bestehende Stiftungsgesetz ist in seiner Komplexität nicht mehr zeitgemäß. Ein eigenes ORF-Gesetz ist nicht notwendig und damit infrage zu stellen. Die ÖBAG, als positives Beispiel, zeigt, wie es gehen kann, wenn man auf Basis des Aktienrechts mit dem Eigentum der Republik Österreich sorgfältig umgeht.
Dr. Alexander Hartig
Einsparungen der Bundesregierung
Primitiver geht es nicht mehr als bei der Spritpreisbremse (1,7%) und bei der Lebensmittel-Steuersenkung auf 4,9%. Mir wäre lieber, dass man gar keine Steuersenkung vornimmt als diese. Dass dadurch der Handel die Registrierkassen „erneuern“ muss, spielt bei dieser hirnlosen Aktion anscheinend keine Rolle. Auch wäre ich bereit, auf eine Pensionserhöhung durch die Inflationsanpassung zu verzichten, wenn im Gegenzug die Bundesregierung bereit wäre, bei sich selber einzusparen! Heißt: kein Bundesrat, halber Nationalrat und halbe Parteienförderung. Ebenso die Regierung reduzieren, weniger Minister und keine Staatssekretäre. Dann bin ich mit einem Verzicht der Pensionserhöhung einverstanden. Denn von den zwanzig Euro mehr an Pension geht die Hälfte an Sozialversicherung, Krankenversicherung und Steuern weg. Die Bundesregierung sollte auch nicht an andere Länder Geld verteilen und den EU-Beitrag auf die Hälfte reduzieren.
Helmut Sauermoser
Was das Budgetloch wirklich stopfen soll
Für mich ist es absolut unbegreiflich, dass bei der Budgetsanierung nur ein Teil der Bevölkerung zur Kasse gebeten wird – und zwar jener Teil, der ohnehin am wenigsten hat. Die Parteien bedienen sich selbst und kassieren hohe Summen. Auch die Reichen könnten in dieser Situation ihren Beitrag leisten. Vor allem aber müsste unsere Außenministerin aufhören, die Weihnachtsfrau der Welt zu spielen. Wenn ich Schulden habe, kann ich es mir auch nicht leisten, meinem Nachbarn Geld zu leihen – und schon gar nicht zu verschenken. Unsere Politiker haben überhaupt kein Gefühl mehr für das Land. Für sie scheint es wichtiger zu sein, in Brüssel einen guten Eindruck zu hinterlassen. Mich wundert mittlerweile nichts mehr, denn am Monatsende erhalten sie ihre hohen Gehälter. Das Volk scheint ihnen völlig egal zu sein. Ich hoffe, dass die FPÖ bei der nächsten Wahl die Mehrheit gewinnt.
Genoveva-Liana Stöger
Was für ein armseliges Land wir geworden sind
Der „Kronen Zeitung“ entnehme ich, dass zum Zweck der Budgetsanierung möglicherweise auch die Erhöhung von Verkehrsstrafen vorgesehen ist. Jetzt versteht man den Rest der Welt, der uns einst bewundert, dann belächelt, dann ausgelacht hat – und nunmehr kopfschüttelnd Verachtung zeigt. In Anbetracht unserer „Führungsmannschaft“ kann man dem leider nichts entgegensetzen. Schade um dieses schöne Österreich.
Eduard Els
Die Realität sieht anders aus
Wieder einmal ist man sich einig, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie muss her. Der Bericht in der „Krone“ spricht eine deutliche Sprache. Christoph Haselmayer, IFDD-Chef, zeigt uns deutlich: Die Bevölkerung will Taten. Herkunftsbezeichnung in der Gastronomie, Schutz vor Lebensmitteln mit fragwürdigen Produktionsbedingungen und faire Bedingungen für heimische Bauern. Die Frage des Tages „Würden Sie für Bio-Lebensmittel beim Wirt mehr zahlen?“ wird von 44% mit Ja und von 56% mit Nein beantwortet. Umfragen sind das eine, gelebtes Einkaufen das andere. Bio, selbstverständlich, ebenso ein Verständnis für die Bauern. Es geben 97% der Befragten an, die Arbeit der Bauern zu schätzen, ein Traumwert. Nun zurück auf den Boden der Realität. Sagen kann man bei Umfragen viel. Der Inhalt des Einkaufswagens spricht eine vollkommen andere Sprache. Viel und billig. Der Satz von oben müsste also lauten „.will Taten, aber bezahlen sollen die anderen“. Wie man es dreht und wendet, die Einkaufsrealität sieht anders aus.
Gerhard Forgatsch
Zähes Ringen
Bereits vor einigen Monaten erfolgte der „Anpfiff“ von BK Stocker dieser anscheinend besonders harten Partie namens Wehrdienstreform. Trotz des spürbaren Versuchs, als Reformantrieb in diesem ansonsten eher matten Trio zu agieren, bleibt beim Beobachter am Spielfeldrand ein fader Beigeschmack. Man muss sich als Laie ernsthaft fragen, ob es dem Großteil der Bevölkerung nicht mittlerweile völlig schnurzegal ist, ob der Wehrdienst auf 6, 8 oder 9 Monate verlängert wird. Auch das von der SPÖ ins Spiel gebrachte „6 plus 2“-Modell wirkt da eher wie taktisches Geplänkel als der große Wurf. Die diversen Monsterdebatten der letzten Zeit lassen stark bezweifeln, ob die österreichische Lieblingsform des „Drüberrettens“ in einen windelweichen Kompromiss hier tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist. Was es braucht, sind klare Entscheidungen statt endlosen Postenschachers und Scheingefechten auf dem Rücken der Betroffenen.
Josef Pratsch
ORF-Sender
Zur möglichen Streichung von ORF Sport+: Wo werden dann Sportübertragungen gesendet, welche nicht so im Rampenlicht stehen (Rodeln, Basketball, Hockey etc.) – alles aus? Der Sender wurde für diese Sportarten gegründet. Man sollte wirklich bei den horrenden Gehältern sparen und nicht bei den Sendern.
Doris Feninger
BVAEB: Erhöhung des Selbstbehalts
Mich stört die Erhöhung nicht, nur die Kommunikation der hoch bezahlten Parteiakrobaten ist eine Katastrophe. Übrigens, alle Bürger sind angeblich gleich. Warum zahlen die ÖGK-Versicherten nichts? Bitte auch dort einen Selbstbehalt.
Maria Schmitzhofer
Ukraine-Vermittler
Wie kann die EU nur auf die absurde Idee verfallen, Frau Merkel als „Vermittlerin“ für Friedensverhandlungen in Betracht zu ziehen? Will sie Europa total ins Chaos stürzen? Hat 2015 noch nicht gereicht, war diese unbedachte Fehlentscheidung mit „Wir schaffen das“ und „Das ist nicht mein Deutschland“ nicht Ausdruck genug einer ruinösen Politik? Gebt bitte dieser Frau keine Gelegenheit mehr, in die Weltpolitik einzugreifen, dann ist Europa weg von der Weltkarte. Der Islam überläuft uns schon jetzt. Und was will sie mit Putin verhandeln? Schützt Europa vor dieser Frau!
Dieter Raidl
Ramadan- und Kopftuchverbot.
.für alle Schüler. Wir sind ein säkularer Staat, da haben weder Imame noch sonstige geistliche Prediger etwas zu bestimmen. Wir sind eine Demokratie, in der das Recht vom Volk ausgeht. Wem dies nicht passt, der hat sich einen anderen Staat zu suchen.
Eva Krammer
Jeder muss draufzahlen?
Niemand müsste draufzahlen, wenn ein Wille da wäre. Kein Sky Shield und keine Haftung für den Ukraine-Kredit. Mit dieser Regierung zahlt das Volk drauf.
Martin Birker
Transit und die Klimaziele
In seinem Leserbrief „Freie Fahrt und tote Täler“ vom 1. Juni 2026 hat Herr Platzer das Thema Transit ausführlich analysiert. Österreich ist aufgrund seiner verkehrsgeografischen Lage ein leidgeprüftes Transitland. Vor unserem EU-Beitritt, ja sogar noch vor der Volksabstimmung, hat es geheißen, den Transitverkehr dürfen wir selber regeln und drosseln. Zur Verringerung der durch den Transitverkehr verursachten Lärm-, Abgas- und Umweltbelastung wurde zwischen der EU und Österreich – noch vor dem Beitritt – der sogenannte Transitvertrag geschlossen, der in seinen Zielsetzungen sogar in der österreichischen EU-Beitrittsakte festgeschrieben wurde. Wir sind zwar nicht das wirtschaftlich stärkste Land in der EU, aber das wichtigste Transitland. Vor allem Güter aus dem Osten und Süden Europas müssen laut EU zwingend durch Österreich transportiert werden, und dieses Recht erkämpfen sich unsere „freundlichen Nachbarn“, vor allem Italien und Deutschland, mithilfe des EuGH. Damit bleibt Österreich der Kreuzungspunkt für den europäischen Transit von Norden nach Süden und von Osten nach Westen. Und die EU hindert uns daran, in dieser Sache etwas zu ändern. Österreich wurde zum Klimasünder, dem durch den EuGH die Hände gebunden sind. Um unsere Luft reinzuhalten, dürfen wir teure CO2-Emissionszertifikate kaufen oder saftige Strafen zahlen. Laut Umweltbericht verfehlt Österreich nach wie vor seine Klimaziele. Angeblich muss Österreich das Tempo bei der Senkung der Emissionen verdoppeln, sonst drohen uns Kompensationszahlungen in Milliardenhöhe. Wie sollen wir die Klimaziele einhalten, wenn man nicht bei der Drosselung des Transitverkehrs beginnt? Bravo, Herr Bürgermeister von Matrei am Brenner! Ich schlage vor, nicht nur die Nord-Süd-Achse am Brenner, sondern auch jene an der Tauern-, der Pyhrn- und der Südautobahn, sowie die Ost-West-Verkehrsaufkommen an der West- und Ostautobahn mehrmals im Monat zu blockieren, denn der Verkehr ist ja zusammen mit der Industrie laut Umweltbericht Hauptverschmutzer. Die Schweiz kann sich in solchen Fällen selber schützen, wir nicht. Sollten wir vielleicht doch über einen ÖXIT nachdenken?
Mag. Anton Bürger
Angst vor der Stadt
Melissa Naschenweng hat ja so recht, ich fürchte mich leider seit Jahren, mich abends mit Freundinnen zu treffen, um wie früher ins Theater oder in die Stadt zu gehen. Wir treffen uns seit unserer Pensionierung nur mehr tagsüber. Auch da haben wir ein mulmiges Gefühl, man wird immer wieder angepöbelt und beschimpft. Von Integrationspolitik seitens Neos und SPÖ kann keine Rede sein, die hat es nie gegeben. Wir sind bereits Fremde in unserem Land, unsere Werte werden mit Füßen getreten. Unsere Politiker müssen endlich aufwachen, bevor es ganz zu spät ist.
Renate Vrabec
Neue Linie
Solange die Zuwanderung primär von Fachkräften getragen wird, die sich auf Messerstechereien und Vergewaltigungen spezialisiert haben, kann man in den Ballungsräumen tatsächlich nicht mehr sicher sein, wie Frau Naschenweng meint. Und mit der Wirtschaft geht es weiter bergab. Die Politik muss endlich eine eigenständige Linie bei dieser Problematik fahren. Ganz gleich, was diverse Institutionen, etwa Brüssel, dazu sagen und wie es international kommentiert wird. Österreich ist nach wie vor ein souveräner und autarker Staat, der eine eigene Regierung hat, die primär der Verfassung verpflichtet ist und spezielle Entscheidungen treffen kann, die für das Land gut sind. Härter durchgreifen, Kriminelle abschieben und bei der Zuwanderung auf Ausbildung und Leumund setzen.
Mag. Martin Behrens
Sager von Melissa Naschenweng
Der Ausspruch von Schlagersängerin Melissa Naschenweng, dass sie in österreichischen Städten, vor allem in Wien, Angst verspürt, sorgt für gewaltige Unruhe unter Politikern. Von links bis rechts sind Meinungen zu hören, die von der Verharmlosung unserer Sicherheitslage bis zur Forderung nach scharfen Konsequenzen bei Verstößen gegen die Sicherheit reichen. Hier hat die Politik der Bürgermeinung zu folgen: stärkere Polizeikontrollen statt eines wirkungslosen Messerverbots und keine Ersatzhandlungen wie „Anzeigen auf freiem Fuß“. Es ist unerträglich, dass sich Frauen fürchten, weil kriminelles Gesindel (mit und ohne Migrationshintergrund) unser Land unsicher macht!
Franz Weinpolter
Die WM kann kommen
Der 1:0-Sieg der österreichischen Fußballnationalmannschaft der Herren gegen Tunesien in Wien vor rund 35.100 Zusehern war zwar kein Glanzstück, sondern ein hart erkämpfter Arbeitssieg, der (gekennzeichnet durch die Tiefschläge der Verletzung von Christoph Baumgartner und der Roten Karte von Konrad Laimer, welche von der Mannschaft verkraftet werden mussten) doch als hoch zu bewerten ist. Somit ist die Generalprobe gelungen und die WM kann kommen.
Franz Köfel
Teamchef Ralf Rangnick
Dieser Mann ist der beste Teamchef der Nationalmannschaft, den Österreich je hatte, und unbezahlbar. Der ÖFB muss Rangnick einfach verlängern, koste es, was es wolle. Tut der ÖFB das nicht, ist dem Fußballbund nicht mehr zu helfen, dann sollte das gesamte Gremium geschlossen zurücktreten.
Herbert Kossegg
Länderspiel
Hoffentlich hat unser Teamtrainer im letzten Moment erkannt, das Altherrenduo Arnautovic und Alaba in die Wüste zu schicken. Bremsklötze braucht unser Team nicht. Das hat man in der zweiten Hälfte gut sehen können, denn da ist trotz einem Mann weniger ein Ruck durch die Mannschaft gegangen und das Offensivspiel wurde weitaus besser. Die Jungen haben es sich verdient, in den USA aufzuzeigen.
Hannes Gregorz
Foltergeneral
Das ist unglaublich, der Prozess wird auf 13 Tage und mit arabischer Übersetzung anberaumt, ist ja alles gratis. Unser Steuergeld für Leute, die uns aber so gar nichts angehen. Ins nächste Flugzeug und gleich die sich in Österreich befindlichen Gefährder „im unteren dreistelligen Bereich“ (laut Verfassungsschutzchefin) mitschicken. Der Ex-Terror-Präsident von Syrien freut sich sicher.
Stefan Kuber
Paketsteuer
Herr Lipp schildert in seinem Leserbrief vom 2. 6., dass der örtliche Händler für 5 Liter Motoröl 72 Euro verlangt hat. Das gleiche Produkt hat er dann im Internet um 42 Euro erhalten. Das mag schon richtig sein, aber vielleicht sollte er auch bedenken, dass der Händler es wahrscheinlich gar nicht so günstig einkaufen kann und zusätzlich Kosten für den Betrieb in Form von Miete, Strom, Wasser, evtl. auch noch Lohnkosten bzw. ein Gehalt für sich selbst bestreiten muss. Wenn wir alle so denken, werden wir bald weder Geschäfte noch Betriebe in unserem Land haben. Mir ist schon klar, dass jeder auf seine eigene Geldbörse schauen muss, aber wenn wir keine Geschäfte oder Betriebe haben, dann haben wir keine Arbeitsplätze, kein Steueraufkommen. Wie kurzsichtig ist das alles? Die Politik wäre gefordert, hier endlich bessere Rahmenbedingungen zu schaffen – aber leider können sie außer Steuererhöhungen und neuen Abgaben nichts Brauchbares auf die Beine stellen. Das Beste wäre, wenn sie endlich geschlossen zurücktreten und den Weg für reformwillige Politiker frei machen, egal von welcher oder welchen Parteien.
Monika Ambros
Kampf gegen Universitäten-Korsett!
Bei 9,2 Mio. Einwohnern sind wir in Österreich mit 22 öffentlichen Universitäten ja doch weltmeisterlich aufgestellt. Die 9,1 Mio. Schweizer begnügen sich mit nur 12 Universitäten, zwei davon, Zürich und St. Gallen, genießen auch noch Weltruf. Gender- und Orchideen-Lehrkanzeln sind in der Schweiz ebenfalls selten. Und die 6 Mio. Dänen bringen auch nur 9 Universitäten zusammen. Aber wir haben’s ja, akademisch rundum bestens gratis versorgt. Resümee: Die wohl zu vielen Universitäten werden daher immer zu wenig Geld haben, am Finanzkorsett öffentlich demonstrativ wohl weiter leiden und gar sparen müssen. Unseren Universitäten geht es ähnlich wie unseren 9 Königreichen, die sich auch Bundesländer nennen. Nirgends reicht es mehr finanziell. Was sind Lösungen im Hochsteuer- und Hochschuldenland Österreich? Ganz einfach, neue zusätzliche Steuern und Abgaben sind das Finanz-Reform-Geheimnis für das weiterhin konsequente Hüten, Behüten und Bebrüten des jahrzehntelangen Staats-Reformstaus.
Dr. phil. Johann Eder
Assistierter Suizid
Ein heikles Thema, doch vollkommen richtig, dass ich entscheiden darf, was mit meinem Körper passieren soll. Solange man noch die geistige Fähigkeit dazu hat, soll man wählen dürfen. Umgekehrter Fall, wenn der Geist nicht mehr rege ist, man keine Kontrolle über sich mehr hat, wäre das Leben für mich auch nicht mehr so wirklich lebenswert. Doch hier kann ich mich nicht mehr aus diesem Leben befreien (Hilfe bei Suizidgedanken bietet u. a. die Telefonseelsorge unter der Nummer 142, Anm.).
Sonja Thallmaier
Sparen
Alle müssen sparen, weil ÖVP, FPÖ und Grüne Geld verschwendet haben und bei sich selbst nichts sparen wollen. Daher lieber bei den anderen sparen.
Helmut Bahr
Digitale Einsamkeit
Zukunftsforscher Horx bringt immer wieder extrem interessante, wichtige Beiträge zu den Themen Digitalisierung bzw. KI. Es ist inzwischen bewiesen, dass die Digitalisierung die Einsamkeit befeuert, die kognitiven Leistungen beeinträchtigt, die Selbstwahrnehmung zerstört etc. Man fragt sich, ob es die (un)sozialen Medien sind oder das Smartphone per se. Dieses tote Kastl ist von der Struktur schon süchtig machend, weil unverzichtbar aufgrund seiner vielen Eigenschaften. Luddit zu werden, ist deshalb vielleicht doch eine Alternative. Ab mit dem Smartphone auf den Sondermüll. Damit sind die Probleme gelöst.
Ingrid Ederer

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