Schulversuch

Gläserner Schüler bereits ab Herbst

Web
27.06.2003 08:52
Was George Orwell für 1984 vorausgesagt hat, wird ab Herbst Wirklichkeit: In Form eines elektronischen Klassenbuches sollen Eltern in einer Kärntner Schulklasse über ein Passwort auf die Kartei ihres Kindes zugreifen können. Ab dem neuen Schuljahr sollen andere Schulen die entsprechende Software nutzen können, das Unterrichtsministerium hat bereits Intetresse bekundet. Datenschützer sehen das Projekt als bedenklich an.
Der Direktor des Gymnasiums Mössingerstraße,Walter Ludescher, bringt die Problematik dieses Schulversuchsauf den Punkt: "Mit diesem Projekt ist Schluss mit Schuleschwänzen.Auch können die Schüler den Eltern schlechte Noten nichtmehr verheimlichen. Ich erwarte mir eine Leistungssteigerung aufseitender Schüler. Denn eine dauernde Kontrolle grantiert letztendlichauch einen besseren Lernerfolg!"
 
So funktioniert das "elektronische Klassenbuch"
Der Lehrer schlägt nicht das Klassenbuch auf,sondern meldet sich am PC an und trägt die Fehlstunden, dasStoffgebiet oder allfällige Klassenvermerke ein. Der Klassenvorstandkann auch Statistiken anlegen (zb. Schüler fehlt häufigin Chemiestunde Montag 2. Stunde). Noten stehen keine im Klassenbuch.
 
Die Eltern können sich freiwillig entscheiden,ob sie den Zugang zum elektronischen Klassenbuch nutzen wollen,oder nicht. Über ein Passwort haben sie die Möglichkeit,via Web auf alle Daten, die in einem herkömmlichen Klassenbuchenthalten sind, zuzugreifen. Z.b.: Wann war mein Kind abwesend?,gibt es Klassenbucheintragungen?, Wann ist der Lehrer zu einerSprechstunde bereit?, etc.
 
Wenn das Kind fehlt
Die Eltern können auch bekannt geben, ob sieunverzüglich per SMS oder E-Mail kontaktiert werden wollen,wenn ihr Kind abwesen ist.
Umgekehrt können die Eltern dann auch übers InternetEntschuldigungen schreiben.
 
Wie es zu dem Projekt kam
Der EDV-Lehrer Franz Furtschegger hat sich gemeinsammit dem Schüler Wolf-Heinrich Reuter bei dem Ideenwettbewerb"Cyberschool" beworben und mit diesem Projekt den ersten Platzgewonnen.
 
Die Klagenfurter Schule Mössingerstraßestellt ab Herbst auf ihrer Homepage übrigens eine entsprechendeSoftware bereit, die sich jede andere Schule downloaden kann.
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