Do, 21. Juni 2018

Das tut weh

12.10.2007 20:12

Die Schweiz hat Mitleid mit unserem Team

Zwar ging der vorerst letzte Vergleich vor einem Jahr in Innsbruck mit 2:1 an Österreich, dennoch herrschte in den Schweizer Medien vor dem Freundschaftsspiel gegen das ÖFB-Team in Zürich bezüglich der Österreicher vor allem ein Gefühl vor: Mitleid.

"Testspielgegner in der Krise", schrieb beispielsweise die Gratiszeitung ".ch", die in den Zürcher Straßenbahnen oder in der Bahn omnipräsent ist. Österreich befinde sich in einem "EM-Notstand". ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger drohe ein "Rekordtief".

Der Sprecher der Schweizer Fußballverbandes, Pierre Benoit, warnte indes vor übertriebenem Selbstvertrauen. Bei jenen Matches, die bereits vor dem Anpfiff gewonnen zu sein scheinen, sei besondere Vorsicht angebracht, erklärte er. Das habe man ja schon vor einem Jahr in Innsbruck gesehen.

Auch der frühere Schweizer Internationale und jetzige Fußball-Experte des Schweizer Fernsehens, Alain Sutter, bringt das Spiel von Innsbruck als mahnendes Beispiel: "Erfolgreiche Zeiten haben immer ihre Tücken. Sie sind immer die größten Hindernisse für eine Weiterentwicklung. Groß ist die Verlockung sich auf den Lorbeeren auszuruhen." Er gehe aber trotzdem nicht davon aus, dass die Schweizer ein Jahr nach dem 1:2 in Innsbruck noch einmal gewillt sind, Österreich Aufbauhilfe zu leisten.

Schweizer Temkader auch im Marktwert deutlich voran

Auch die Bilanz des Jahres 2007 der Schweizer Nationalmannschaft vor drängt die "Nati" klar in die Favoritenrolle. In Statistiken betreffend Zuschauer-Interesse und Marktwert der Teamkader liegen die Schweizer ebenfalls deutlich vorn. Eine aktuelle Studie des deutschen Unternehmens "Sport+Markt" beziffert den Marktwert des aktuellen Kaders der ÖFB-Auswahl mit 52 Millionen Euro und damit um 23 Mio. Euro niedriger als jenen der Schweizer Kicker. Bei den elf teuersten Spielern klafft die Lücke noch mehr auseinander. Die eidgenössische Top-Elf kommt demnach auf einen Marktwert von 47 Mio. Euro, Ivanschitz und Co auf 26 Mio.

Auch beim Fan-Zuspruch haben die Schweizer klar die Nase vorne. Während die elf Heimspiele der ÖFB-Auswahl rund 166.000 Zuschauer im Stadion live verfolgten (Schnitt: 15.100), kamen zu den acht Schweizer Heimspielen 184.500 Fans, was einem Durchschnitt von rund 23.600 entspricht.

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