Do, 25. April 2019
01.12.2017 19:43

Reichelt Dritter

SIEG! Kriechmayr triumphiert in Beaver Creek

Sieg für Österreich! Vincent Kriechmayr hat am Freitagabend beim Super-G in Beaver Creek triumphiert und damit seinen allerersten Weltcupsieg gefeiert. Der mit Startnummer drei ins Rennen gegangene Oberösterreicher zauberte eine fabelhafte Fahrt in den Schnee und markierte in 1:09,71 Minuten Bestzeit.

"Es ist schon was Schönes", strahlte Kriechmayr im Zielraum: "Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, das war ein absolutes Highlight. Ab jetzt kann man schon von einer gelungenen Saison sprechen. Heute ist mir alles aufgegangen, ich bin sehr stolz auf mich."

"Wunder" Reichelt
Zweiter wurde Norwegens "Super-Elch" Kjetil Jansrud (+0,23 Sekunden). Hannes Reichelt (+0,33) komplettierte als Dritter das Podest und sorgte so für einen rot-weiß-roten Jubeltag. "Im oberen Teil habe ich die Bodenwellen überhaupt nicht gesehen", haderte Reichelt mit den schlechten Verhältnissen: "So gesehen ist es eh ein Wunder, dass ich so weit vorne mit dabei bin." Kriechmayr hingegen gab zu, "vielleicht auch ein bisschen Glück mit dem Licht gehabt zu haben. Trotzdem muss man es erst runterbringen. Und das ist mir heute gelungen."

Der 26-jährige Kriechmayr war zuvor dreimal in seiner Karriere auf einem Weltcuppodest, jeweils im Super-G war er zweimal Zweiter und einmal Dritter. Im Gesamt- und Disziplinweltcup liegt jeweils Jansrud vor Kriechmayr. Am Samstag folgt auf der WM-Strecke von 2015 eine Abfahrt.

"Versuchskaninchen" Mayer
Der für seine eigenwilligen Kurse bekannte Italiener Alberto Ghidoni hatte wie schon im Vorjahr in Kitzbühel einen "interessanten" Super-G gesetzt. Der Plan, mit einem schnellen Kurs seinen starken Abfahrern eine Vorteil zu verschaffen, ging aber nicht auf. Der Himmel über Beaver Creek war zudem am ersten der drei Renntage nicht mehr so klar wie zuvor bei den Trainings. Vielmehr wechselten Wolken mit Sonnenschein. Matthias Mayer hatte als Weltranglisten-Elfter wieder Nummer eins nehmen müssen, weil Weltmeister Erik Guay auch in Colorado fehlt. 

Der Kärntner, der am Samstag Topfavorit in der Abfahrt ist, konnte so erneut nicht ausnutzen, dass er derzeit im Super-G sogar noch stärker drauf ist. Bei bedecktem Himmel setzte Mayer trotz seiner beherzten Fahrt eine Richtzeit, die schon Kriechmayr klar unterbot. 

"Es war nicht einfach da runter. Es gibt viele Wellen und Passagen, die man überlegt fahren muss. Vince hat das gesehen und noch ein Schäuferl drauf gelegt", sagte Mayer, der sein Dauer-Pech im Super-G achselzuckend zur Kenntnis nahm. Vor allem im flachen Wald-S verlor der Kärntner Zeit, er quittierte seinen "Blindflug" im Ziel dennoch mit Daumen hoch. 

Auch Reichelt hatte nicht optimale Sicht. Der vierfache SG-Sieger in Beaver kam aber wenigstens zum bereits siebenten Mal in seiner besten Disziplin hier auf das Podest. "Oben habe ich die Wellen überhaupt nicht gesehen, hab' eher rumspekuliert. Das hätte man besser markieren müssen", übte der 37-jährige Salzburger etwas Kritik. 

Auch Reichelt überraschte Platz eins für Kriechmayr nicht. "Wir wissen aus den Trainings, dass er neben Mothl einer der Besten ist. An so einem wie ihm kann man sich echt orientieren." 

Franz 19.
Max Franz kassierte wie befürchtet auf der Strecke, auf der einmal schwerst gestürzt ist, Rückstand. Der Kärntner, zuletzt in Lake Louise noch Zweiter hinter Sieger Jansrud, kam diesmal über Platz 19 nicht hinaus. 

Eigentlich hatte man in Beaver Creek ein "Match" zwischen Reichelt und Jansrud erwartet. Das kam letztlich auch so, nur war eben Überraschungsmann Kriechmayr noch einen Tick schneller. 

Der 26-jährige Fischer-Fahrer aus Gramastetten raste nach zwei zweiten und einem dritten Platz in seinem 86. Weltcup-Rennen endlich zum ersten Sieg. Es war auch der erste Saisontriumph für die ÖSV-Herren, dessen Speedabteilung seit diesem Winter von Sepp Brunner gecoacht wird. 

Die offenbar sehr gute Arbeit trägt bereits prächtige Früchte. Kriechmayr und Co. haben in erst drei Speedrennen der Olympia-Saison bereits fünf Podestplätze geholt. 

Kriechmayrs Sieg wurde rundum als "überfällig" bezeichnet. In der Tat tritt der Oberösterreicher seit Wochen extrem selbstbewusst auf, wurde zuletzt in Kanada trotz grober Schnitzer zwei Mal Neunter. "Im Vorjahr habe ich es selbst vergeigt. Aber ich habe gelernt und nun ist mein Grundspeed sehr gut", sagte der nach dem Maler Vincent van Gogh genannte Mühlviertler. 

"Natürlich hatte ich mit dem Licht eine Fett'n", gab Kriechmayr zu. "Aber das ist einer der lässigsten Super-G überhaupt, hier gewinnt man nur mit voller Attacke. Deshalb wird mir heute das Grinsen nicht mehr vergehen."

Das Ergebnis:
1. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:09,71
2. Kjetil Jansrud (NOR) 1:09,94 +0,23
3. Hannes Reichelt (AUT) 1:10,04 +0,33
4. Adrien Theaux (FRA) 1:10,15 +0,44
5. Alexis Pinturault (FRA) 1:10,24 +0,53
6. Aksel Lund Svindal (NOR) 1:10,31 +0,60
. Matthias Mayer (AUT) 1:10,31 +0,60
8. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 1:10,38 +0,67
9. Andreas Sander (GER) 1:10,50 +0,79
10. Thomas Dreßen (GER) 1:10,54 +0,83
. Dominik Paris (ITA) 1:10,54 +0,83
12. Thomas Tumler (SUI) 1:10,65 +0,94
13. Christof Innerhofer (ITA) 1:10,70 +0,99
14. Josef Ferstl (GER) 1:10,88 +1,17
15. Martin Cater (SLO) 1:11,00 +1,29

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