Antrittsansage

Neue Chefin will Puls 4 “spürbar wachsen” lassen

Medien
18.09.2017 10:37

Die neue Senderchefin von Puls 4 will ihren Sender "kontinuierlich und spürbar wachsen" lassen. "Wachstum ist der Plan", hält Stefanie Groiss-Horowitz fest, ohne allerdings eine Ziel-Quote zu nennen. Puls 4 sieht sie hervorragend aufgestellt. Zugleich kündigt sie erste Neuerungen an: Ein Relaunch der Nachrichten noch heuer; 2018 will sie das "Programmportfolio" erweitern.

Groiss-Horowitz tritt ihren neuen Job offiziell am Montag an. Lange Jahre hat sie für den ORF gearbeitet, unter anderem in der Programmentwicklung. Nun wechselte sie ausgerechnet in jenen Privat-TV-Konzern, dessen Chef Markus Breitenecker in der Branche quasi als Lieblingsfeind von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz gilt. Sie habe einfach "eines der spannendsten Jobangebote in der österreichischen Medienlandschaft" bekommen und angenommen, sagt Groiss-Horowitz zu ihrem Wechsel. "Ich habe mich für diese Herausforderung entschieden, nicht gegen den ORF."

"Nicht mehr wegzudenkender Player"
Wie ist Puls 4 bald zehn Jahre nach dem Start - 2018 feiert man das Jubiläum - aufgestellt? Als "größter Privat-TV-Sender ein nicht mehr wegzudenkender Player im österreichischen Fernsehmarkt", so der Befund. "Speziell der Zugang, kein reiner Unterhaltungssender zu sein, war und ist ein Clou von Puls 4. Der starke Public-Value-Arm macht Puls 4 relevant", verweist Groiss-Horowitz auf die Informationskompetenz unter Info-Chefin Corinna Milborn: "Das ist auf höchstem Niveau und eine wirklich gute, professionelle Alternative." Ab kommenden Montag gibt es eine dritte werktägliche Ausgabe der Puls 4-News, statt des bisherigen Magazins "Fourlaut" um 20.00 Uhr.

(Bild: APA/HANS PUNZ)

"Wachstumsfeld" Daytime und Vorabend
In Daytime und Vorabend gibt es dagegen einiges zu tun - "das ist sicher ein Wachstumsfeld", formuliert es die neue Senderchefin diplomatisch. Im Gesamtportfolio will Groiss-Horowitz weiter "verlässliche Programmgrößen hegen und pflegen" ("Vurschrift ist Vurschrift", "2 Minuten 2 Millionen" etc.), auch eine "Kurzstaffel" von "Bist du deppert?!" ist für Anfang 2018 bestellt. Darüber hinaus aber will sie das Bouquet erweitern, verrät aber noch keine Details. Nur so viel: "Puls 4 ist kein Sender, der Trends nachläuft. Wir schauen dorthin, wo gerade niemand ist - und haben ein paar Ecken aufgetan, wo unserer Meinung noch Platz ist."

In der deklarierten Zielgruppe der Unter-50-Jährigen liegt der Sender im Jahr 2017 bisher bei 4,2 Prozent. "Wir werden schauen, dass wir Jahr für Jahr dazugewinnen", ist die Antrittsansage der 40-Jährigen. Kleine Ausreißer dürften da zwar passieren, wesentlich sei aber: "Die Tendenz muss spürbar sein, und wenn die nicht stimmt, dann muss das auch erklärbar sein."

(Bild: APA/HANS PUNZ)

"Höhenflug" für Frückstücksfernsehen
Höchst zufrieden ist Groiss-Horowitz mit "Cafe Puls". Der ORF freut sich, dass er mit "Guten Morgen Österreich" vorne liege. Davon ist man bei Puls 4 unbeeindruckt, denn in der relevanten Zielgruppe erlebe der Frühstück-TV-Pionier geradezu einen "Höhenflug": "Wir stehen im Monatsschnitt bei 25,2 Prozent. Wenn uns jemand vorrechnet, dass Zuseher, auf die unser Programm nicht zugeschnitten ist, nicht in großer Zahl zuschauen, kann man das natürlich machen." Die Kritik aus dem ORF, Puls 4 habe die "Sommergespräche" schlicht kopiert, kann sie nicht nachvollziehen: Sommerliche Interviews seien eben ein "gelernter Zugang, um sich mit Politikern auseinanderzusetzen".

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