03.08.2017 14:07 |

Zwei Arbeiter tot

Undichte Verschraubung führte zu Gasunfall

Eine undichte Verschraubung dürfte zum tödlichen Gasunfall am Mittwoch bei Ellmau in Tirol geführt haben. Zwei Gasmonteure im Alter von 52 und 57 Jahren waren in einem Schacht im Zuge von Überprüfungsarbeiten zunächst bewusstlos geworden und schließlich erstickt. Ein weiterer Mann, der unweit der Stelle gefischt hatte, musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die beiden Mitarbeiter einer niederösterreichischen Spezialfirma waren mit Überprüfungsarbeiten einer Gasanlage beschäftigt, als sie in einem etwa eineinhalb Meter tiefen Schacht an den Folgen des Gasaustritts erstickten. Die beiden Arbeiter hatten die große, periodisch durchzuführende Überprüfung der Gastankanlage bereits erfolgreich abgeschlossen gehabt, so LKA-Ermittler Andreas Wurm am Donnerstag zur APA. Bei der Demontage der Anlage sei dann ein Problem mit der Verschraubung aufgetreten.

Das Flüssiggas trat beim Lösen einer Verschraubung oder beim Zudrehen eines Ventils auf. Zuerst wurde einer der beiden Arbeiter bewusstlos. Sein Kollege versuchte ihn zu bergen und kam dabei auch zu Tode.

"Da unten haben wir ein Problem"
Ein Mann, der nahe der Unfallstelle an einem Teich fischte, hatte zuvor gehört, wie einer der Männer sagte: "Da unten haben wir ein Problem." Als er dann nichts mehr von den Arbeitern hörte, schaute er nach und sah die beiden in dem Schacht liegen. Auch er selbst atmete Gas ein und wurde ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert. Für die Arbeiter kam jede Hilfe zu spät, beim Eintreffen der Rettungskräfte waren sie bereits verstorben.

Laut LKA stehen noch abschließende Detailuntersuchungen der Gastankanlage an. Auch das Sachverständigengutachten müsse noch fertiggestellt werden.

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