Sa, 15. Dezember 2018

Nervenprobe

29.07.2017 15:20

Verkehrsinfarkt: Landesweit kilometerlange Staus

Der starke Reiseverkehr hat auf Österreichs Straßen am frühen Samstagnachmittag seinen Höhepunkt erreicht. Die Stauschwerpunkte lagen vor allem auf der Tauernautobahn (A10) und vor dem Karawankentunnel in Kärnten in Fahrtrichtung Süden, zu Behinderungen kam es aber auch auf der Fernpassstrecke in Tirol.

"Unsere schlimmsten Befürchtungen für diesen Reisetag sind eingetreten", sagte Harald Lasser vom ÖAMTC. Durch Blockabfertigungen vor den Autobahntunnels und zwei Stunden Wartezeit vor dem Karawankentunnel auf der A11 betrug die Fahrtzeit von der Stadt Salzburg bis zur slowenischen Grenze rund sechs Stunden: "Bei guten Bedingungen braucht man normalerweise gerade einmal zwei", so Lasser.

13 Kilometer Stau in der Steiermark
Für die Steiermark meldete der ARBÖ Behinderungen vor den Baustellenbereichen bei Rottenmann und Kalwang. Hier betrugen die Staulängen rund 13 Kilometer in Richtung Spielfeld.

"Verkehr auf Ausweichstrecke zusammengebrochen"
Ein Stau wurde auch aus Tirol gemeldet: Wegen eines Unfalls im Leermoosertunnel kam es auf der Fernpassstrecke zu Behinderungen. "Wir haben Anrufe von Leuten bekommen, die nach eineinhalb Stunden im Stau umgedreht haben. Hier ist auch der Verkehr auf der Ausweichstrecke zusammengebrochen", berichtete Lasser.

"Autobahn kurzfristig gesperrt"
Auf der A10 in Salzburg gab es am Vormittag zwei Kilometer Stau bei St. Michael und acht Kilometer Stau vor dem Tauerntunnel. Verschärft wurde die Lage durch einen Unfall bei Golling, bei dem zwei Kinder leicht verletzt wurden: "Die Autobahn musste kurzfristig gesperrt werden, die Sperre wurde aber nach kurzer Zeit wieder aufgehoben", sagte Lasser. Probleme wurden auch im Bereich des Knoten Salzburg verzeichnet.

Für die nächsten Stunden erwartet man beim ÖAMTC, dass der Rückreiseverkehr in Richtung Norden zunehmen wird. "Das wird auch am Sonntag so bleiben. In Richtung Süden wird es auch wieder viel Verkehr geben, aber nicht in dem Ausmaß wie heute", prognostizierte Lasser. Einiges los sein werde auch im Osten Österreichs, wenn sich Formel-1-Fans auf den Weg zum Grand Prix in Ungarn machen werden - und wenn sie sich nach dem Rennen gleichzeitig auf den Weg nach Hause machen werden.

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