So, 24. März 2019
23.07.2017 07:59

"Bis hin zum Streik"

Spardiktat: Krisensitzung der Wiener Sanitäter

Während Wiens Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) versucht, die Probleme kleinzureden, und irgendwann zum runden Tisch lädt, macht die Gewerkschaft Nägel mit Köpfen: Am Dienstag berät der ÖGB wegen der Kündigungswelle bei den Wiener Sanitätern über Kampfmaßnahmen "bis hin zum Streik".

Das Rote Kreuz kündigt, wie berichtet, fast jeden dritten Sanitäter. Die Berufsrettung ist am Limit. Auch andere Hilfsorganisationen haben massiv Personal abgebaut.

Johanniter: "Versorgung im Katastrophenfall nicht mehr gegeben"
Die Johanniter warnen, dass im Katastrophenfall die Versorgung der Wiener Bevölkerung nicht mehr gegeben ist. "Ohne ausreichende Transportfahrzeuge und ausgebildete Sanitäter können Bedarfsspitzen wie Hitze- und Grippewellen sowie Sanitätsdienste bei Großereignissen nicht mehr versorgt werden. Auch in der Katastrophenhilfe fehlen die Reserven", so die Johanniter. Als Alternative müsste die Stadt die fehlenden Kapazitäten ausgleichen, was mit erheblichen Mehrkosten verbunden wäre, heißt es.

Krisensitzung am Dienstag
Hintergrund des Spardiktats: Die Krankenkassen lassen Patienten immer öfter durch günstigere Fahrtendienste transportieren. Den Rettungsorganisationen mit ihren gut ausgebildeten Profis fehlt dann das Geld. Sie müssen Stellen streichen und Fahrzeuge abgeben. Der Vida-Gewerkschaft reicht es. Sie rechnet mit 400 Uniformierten, die am Dienstag zur Krisensitzung in die ÖGB-Zentrale kommen.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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