Mi, 12. Dezember 2018

Betrug beim Diesel?

10.07.2017 15:36

Ermittler nehmen nun auch Porsche ins Visier

Im Zuge der Abgasaffäre rückt nun auch die Volkswagen-Tochter Porsche stärker ins Visier der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Wie ein Sprecher am Montag mitteilte, nahm die Behörde Ermittlungen wegen einer möglichen Manipulation der Abgasnachbehandlung an Dieselfahrzeugen von Porsche auf. Sie richteten sich gegen unbekannte Mitarbeiter des Autobauers und eines US-Tochterunternehmens.

Es werde der Vorwurf des Betrugs und der strafbaren Werbung geprüft, hieß es. Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft, die bereits im April vergangenen Jahres Vorermittlungen aufgenommen hat, zunächst nicht. 

Im VW-Abgasskandal spielte Porsche bisher eine Nebenrolle. Der Autobauer bezieht seine Dieselantriebe von der VW-Tochter Audi. Der Audi-Motor ist im Modell Cayenne verbaut. Nach der Entdeckung neuer auffälliger Diesel-Abgaswerte bei Audi war daher im Juni das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen worden, Untersuchungen am Porsche-Modell Cayenne durchzuführen. In Deutschland ist außerdem der kleinere Porsche-Geländewagen Macan Teil eines "freiwilligen" Rückrufs von 630.000 Fahrzeugen verschiedener Marken, bei denen amtliche Zweifel an der Abgastechnik bestehen - aber nicht der Vorwurf einer illegalen Einrichtung erhoben wird.

Führender Audi-Manager festgenommen
Vergangene Woche war ein Audi-Manager auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II festgenommen worden. Bis zu seiner Beurlaubung 2015 war er einer der führenden Audi-Motorenentwickler gewesen, nun ist er offenbar stark in die Abgasaffäre verwickelt. Ihm werden Betrug und unlautere Werbung vorgeworfen. Außerdem ist er einer von acht Mitarbeitern des VW-Konzerns, gegen den die US-Justiz Strafanzeige gestellt hat. Er sitzt in Untersuchungshaft und will mit den Behörden kooperieren.

Elf Millionen Fahrzeuge der VW-Gruppe betroffen
Im Abgasskandal geht es um weltweit rund elf Millionen betroffene Fahrzeuge der VW-Gruppe. Darunter sind Wagen etwa von Audi, Skoda und Seat. In Deutschland gibt es rund 2,6 Millionen Autofahrer mit einem manipulierten Diesel des Konzerns, davon sind inzwischen knapp 1,75 Millionen Fahrzeuge umgerüstet.

Ermittlungen gegen Dutzende Beschuldigte
In Deutschland ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig deshalb wegen Betrugsverdachts gegen fast 40 Beschuldigte. Daneben gibt es in Europa unzählige Klagen von Aktionären und Autobesitzern gegen Volkswagen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Digitale Trends
Die besten Smartphones zum Weihnachtsfest
Digitale Trends
Champions League
LIVE ab 21 Uhr: Juve, City und Bayern um Platz 1
Fußball International
Rassismus-Fall
Eklat! „Rückkehr der Banane“ empört die Schweiz
Fußball International
Gewinnspiel
Mit krone.at Kinotickets gewinnen!
Gewinnspiele
Crash bei Schneeregen
Massenkarambolage mit Verletzten auf der S5
Niederösterreich
Champions League
LIVE ab 18.55 Uhr: Real will Rache für ZSKA-Pleite
Fußball International
ÖFB gegen Polen
Mega-Ansturm auf Tickets für EM-Quali-Hit
Fußball International
Ambulanzen geschlossen
Proteste vor Beschluss der Krankenkassen-Reform
Österreich
Experten-Prognosen
Gibt es heuer ein weißes oder grünes Fest?
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.