Mi, 19. September 2018

Bruder sah Unglück

08.05.2017 08:16

Jungvater stürzt mit Paragleiter in den Tod

Ein erst drei Monate altes Baby muss ohne seinen Vater aufwachsen: Der 28-Jährige aus Steyr kam bei einem Absturz mit seinem Paragleiter in Oberösterreich ums Leben. Sein Bruder sah den Unfall, kletterte zur Absturzstelle und leistete Erste Hilfe, konnte ihn aber nicht mehr retten: Er starb an der Absturzstelle.

Böiger Wind herrschte am Burgspitz in Weyer im Bezirk Steyr-Land, von wo der 28-jährige Paragleiter Andreas K. am Samstag starten wollte. Sein 26-jähriger Bruder und dessen Freundin begleiteten ihn - die Lebensgefährtin war zu Hause beim drei Monate alten Baby des Paares geblieben.

Flog auf Steilwand zu
Gleich nach dem Start geriet der gebürtige Niederösterreicher in Schwierigkeiten, machte eine abrupte Rechtskurve und flog auf die Steilwand unterhalb des Gipfels zu. Seine Angehörigen mussten hilflos mit ansehen, wie er gegen den Hang prallte und reglos liegen blieb.

Beide kletterten zu dem Schwerstverletzten 70 Meter unterhalb des Gipfels hinunter und leisteten Erste Hilfe. Doch für Jungpapa Andreas K. kam jede Hilfe zu spät, er erlag noch an der Unglücksstelle seinen schweren Verletzungen. Sein Leichnam wurde vom Polizeihubschrauber geborgen. Der geschockte Bruder und dessen Freundin wurden inzwischen von Bergrettern ins Tal begleitet und mussten psychologisch betreut werden.

Schwieriger Wind und Bedienfehler
Laut ersten Ermittlungen der Polizei dürfte eine Kombination aus schwierigen Windverhältnissen und einem Bedienfehler die Unfallursache gewesen sein - ein Tragegurt am Paragleiter war eingedreht.

Andreas K. hatte in der Vergangenheit mehrere leichtere Abstürze überlebt. Jetzt hinterlässt er seine Lebensgefährtin und das neugeborene Kind.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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