07.04.2017 23:30 |

"Krone" KULTOUR

Ein göttliches Gastspiel in Salzburg

"Art & Antique": Vor Wotan im Festspielhaus zu Neptun in der Residenz

"Ich hab auf der ’Art & Antique Salzburg’ bereits 1978 das erste Mal ausgestellt, somit weiß ich genau, wie wichtig sie ist. Sich hier zu präsentieren ist die beste Visitenkarte, man knüpft gute Kontakte und natürlich hofft man auch, dass ein Bill Gates oder Roman Abramowitsch vorbeischaut", so Herbert Giese, der sich auf österreichische Malerei von 1800 bis heute spezialisiert und somit Werke von Rudolf von Alt über Arnulf Rainer bis zu Eduard Angeli, dem gerade eine große Ausstellung in der Albertina gewidmet ist, präsentiert.

Autofahrer schlug Alarm wegen Eis

Dass die beiden genannten Herren daran Gefallen finden, daran ist nicht zu zweifeln, schließlich lässt sich über guten Geschmack nicht streiten. Ob sie jedoch wirklich in Salzburg auftauchen, wird sich erst weisen. Wie auch immer, mit den Osterfestspiel-Gästen kann man sich ohnehin kein besseres Publikum wünschen.

"Mir wurde geraten, nur das Beste hierher mitzunehmen!" Deshalb hat Susanne Bauer auch gleich den römischen Wassergott Neptun eingepackt. Vor ihm wird man sich aber sicher nicht nur verneigen, sondern sich bestimmt auch um ihn reißen. Schließlich handelt es sich um eine Skulptur von Michael Powolny, dem wichtigsten Keramiker der Wiener Werkstätten. "Sie zierte die Vorhalle des Herrendampfbades vom ehemaligen Dianabad in Wien. Von insgesamt acht Stück sind nur noch zwei übrig, die andere steht im MAK", sagt die Wiener Galeristin, die zum ersten Mal in Salzburg ausstellt.

Straßenmeisterei schickte den Pflug

Eine Premiere, zumindest in dieser Vereinigung, feiert in der Residenz auch der "Kunstsalon Art Salzburg". Die Galerien Beck & Eggeling, Faber, Konzett, Ruberl, Salis sowie Wienerroither & Kohlbacher bespielen während der Sommerfestspiele seit zwei Jahren sehr erfolgreich die Sala Terrena in der Dietrichsruh. Dass sie auch im Weißen Saal in der Residenz Kunstsammler anlockten, ist garantiert, denn ihr Erfolgsgeheimnis ist ganz einfach: "Wir vertreten zwar alle unterschiedliche Stilrichtungen und Epochen, was uns allerdings eint ist die Qualität", betonen Thomas Salis und Christa Armann, die mit ihren Kollegen u.a. Werke von Beuys, Mühl, Dix oder Man Ray nebeneinander reihen. Ein kleiner Tipp: "Die Stimmigkeit offenbart sich durch die richtige Blickachse!" Ein Auge sollte man auch unbedingt auf Zaha Hadids "Lamellae Twisted Armreif" aus rhodiniertem Silber, besetzt mit schwarzen Diamanten im Brillantschliff werfen. Die einzigartige Formkunst der erst kürzlich verstorbenen Stararchitektin und Designerin ist unverkennbar. "Hierbei handelt es sich um ihre letzte Kollektion, die sie für die norwegische Silberwerkstatt Georg Jensen entworfen hat", klären Thomas Schuster und Eric Bossmann vom "WIL Interior Design"-Store in der Neutorstraße auf. Wer es lieber ein bisschen verspielter mag, legt seiner Liebsten den "Hahn & Hase-Ei"-Anhänger von Ulf Englich aus Bergkristall ins Osternesterl.

Auf der Messe ist eben für jeden Geschmack was dabei!

Tina Laske, Kronen Zeitung

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