So, 21. Oktober 2018

Wienerin verzweifelt

30.01.2017 15:38

Sekretärin kämpft seit 8 Jahren um Gemeindewohnung

Katharina Steghofer kämpft seit acht Jahren um eine Gemeindewohnung in Wien. Vergeblich! Nach ihrer Scheidung musste sie aus der alten Bleibe raus. Seither schlüpft sie bei Verwandten und einer Nachbarin (hier ist sie offiziell gemeldet) unter - ein mittlerweile unhaltbarer Zustand. Jetzt droht der Floridsdorferin die Obdachlosigkeit.

"Ich bin Österreicherin, habe mir nie etwas zuschulden kommen lassen und bekomme keine Gemeindewohnung", klagt die Sekretärin, die durch die stressige Herbergssuche gesundheitlich angeschlagen und dadurch arbeitslos geworden ist. "Ich wäre schon mit 25 Quadratmetern zufrieden. Egal, in welchem Bezirk", meint sie.

"Haushaltbegründung allein kein Grund für Wohn-Ticket"
Wohnberatung und Wohnungskommission lehnten ihre vielen Anträge ab. "Im Scheidungsvergleich hat Frau Steghofer auf Rechte in Bezug auf die gemeinsame Wohnung verzichtet. Und eine Haushaltsbegründung alleine ist noch kein Grund für ein Wohn-Ticket", erklärt Wohnservice-Wien-Chef Peter Neundlinger.

Der 44-Jährigen wurde geraten, sich auf dem Privat- und Genossenschaftsmarkt umzusehen. Bei den aktuellen Mietpreisen ist das für sie aber keine Option: "Das kann ich mir beim besten Willen nicht leisten."

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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