Mi, 15. August 2018

Stiftung Warentest

26.01.2017 13:44

Saugroboter im Test: Nur einer saugt "gut"

"Mit Muskelkraft wird's sauberer." Das ist das Fazit der Stiftung Warentest nach einem Test von Saugrobotern. Den vollautomatischen Reinigungskräften fehlt es demnach vor allem an Saugkraft. Von sechs Geräten im Test machte nur eines seine Sache gut - er kostet 725 Euro, so die Stiftung Warentest in einer Mitteilung.

Sechs Saugroboter wurden im Labor 16 Wochen lang getestet: Sie mussten Kabel und flache Teppichkanten meistern, zwischen Stuhl- und Tischbeinen manövrieren, Ecken säubern, Teppich- und Holzböden von Staub befreien und anschließend rechtzeitig zum Aufladen an die Ladestation zurückkehren. Hinzukamen Tests der Handhabung (zum Beispiel Fernbedienung, Tragen des Geräts), Umwelteigenschaften und Haltbarkeit. Ähnlich wie bei großen Staubsaugern wurde zudem gemessen, wie viel des eingesaugten Staubs die Saugroboter wieder herauspusteten.

Ergebnis: Von den getesteten Geräten machte nur der "Vorwerk Kobold VR200" seine Sache gut - er kostet 725 Euro. Drei Geräte waren "befriedigend", zwei erhielten lediglich ein "Ausreichend". Am meisten unterschieden sich die Putzroboter hinsichtlich ihrer Saugleistung voneinander - vor allem auf Teppich. Während ein konventioneller Bodenstaubsauger aus diesem den Testern zufolge fast 80 Prozent des Staubes herausholt, schluckten die beiden besten Saugroboter nur rund die Hälfte des Staubes.

Die Roboter würden zudem viel weniger Staub zurückhalten als ein normaler Staubsauger, weshalb staubempfindliche Menschen den Raum besser verlassen sollten, wenn die Roboter saugen. Hinzu kommt: Der autonome Saugspaß ist teuer. Die getesteten Modelle kosten zwischen 360 und 980 Euro - ein guter Bodenstaubsauger sei dagegen oft schon für 160 Euro zu haben, so die Stiftung Warentest.

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