Mi, 14. November 2018

Angriff mit Anlauf

05.10.2016 17:27

Was die neue Honda Fireblade so stark macht

Was lange währt, ist hoffentlich gut geworden. Honda hat die neue CBR1000RR "Fireblade SP" vorgestellt - und die hat das Potential, voll abzuräumen. Zusätzlich gibt es eine Sonderversion mit dem Kürzel SP-2, die aufgrund diverser (Motor-)Modifikationen besonders gut für den Einsatz in seriennahen Rennserien vorbereitet ist.

Das Leistungsgewicht der Fireblade verbessert sich nach Honda-Angaben dank 11 PS Mehrleistung und 15 Kilogramm weniger Gewicht um 14 Prozent. Allein 2 kg sparten die Japaner (u.a. dank der Verwendung von Magnesium) am Motor ein, ein weiteres Kilo durch den neuen Titan-Auspuff. Auch der Tank besteht aus Titan.

Doch auch in puncto Elektronik hat Hondas legendäres Superbike wieder Anschluss an die Konkurrenz gefunden: Mit semiaktivem Öhlins-Fahrwerk, neunstufiger schräglagenabhängiger Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle, Kurven-ABS, Quickshifter, mehrstufiger Motorbremse und verschiedenen Motormappings ist die Fireblade auf der Höhe der Zeit. Der Fahrer kann zwischen drei Riding Modes und fünf Leistungsstufen wählen. Außer vorgegebenen Einstellungen kann der Fahrer auch individuelle Modi festlegen.

Der neu entwickelte Vierzylinder-Reihenmotor mit 999 Kubikzentimetern Hubraum leistet 192 PS bei 12.500/min. Projektleiter Sato-san hat es sich am Intermot-Eröffnungstag nicht nehmen lassen, das Triebwerk zu starten:

Die Verwendung von Materialien wie Titan und Magnesium sorgt für einen merklichen Gewichtsverlust des Sportbikes; das fahrfertige Leergewicht soll 195 Kilogramm betragen. Zahlreiche Feinheiten wie das TFT-Display im Cockpit stammen von der RC213V-S, der Straßenversion von Hondas MotoGP-Renner ab.

Die Sitzprober verlief ergonomisch gesehen vielversprechend, soweit man das vom stehenden Motorrad aus sagen kann. Die Knie bleiben erstaunlich nah zusammen, die Bewegungsfreiheit fürs Rennstreckenturnen scheint groß und der Tank so geformt, dass er beim Hang-off nicht für Druckstellen am Oberschenkel sorgt. Je länger ich da oben sitze, desto mehr freue ich mich auf die erste Gelegenheit zur Testfahrt.

"SP2" für die ganz harten Racer
Zusätzlich bietet Honda die neue Fireblade SP2 als zulassungsfähiges Superbike an. Neben leichten Marchesini-Felgen glänzt sie mit einem modifizierten Zylinderkopf. Ventile, Brennkammern und Kolben sind auf höhere Performance ausgelegt, die mit dem optionalen Rennkit noch weiter gesteigert werden kann und sich damit bestens für den Einsatz auf der Rennstrecke eignet. Sowohl für Rennfahrer als auch für Trackday-Enthusiasten.

Die Standardversion der Fireblade, also die Basis für SP-1 und SP-2, wird auf der EICMA im November vorgestellt.

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