So, 24. März 2019
01.03.2015 14:12

Familienfehde in OÖ

Sechs Verletzte bei Säureattacke auf Imbissstube

Eine Säureattacke auf eine Imbissstube in Riedau im oberösterreichischen Bezirk Schärding hat am Samstagabend sechs teils schwer Verletzte gefordert. Ein 27-jähriger Mann hatte dem Besitzer des Standes aus einer Flasche Säure ins Gesicht und auf den Oberkörper gespritzt, die ätzende Flüssigkeit traf zudem einen 16-Jährigen sowie vier weitere Gäste, die sich gerade im Lokal befunden hatten. Hintergrund der Tat dürfte laut Polizei eine langjährige Familienfehde gewesen sein. Der mutmaßliche Täter konnte festgenommen werden.

Der dramatische Vorfall spielte sich gegen 20 Uhr ab, als der Wirt dem 27-jährigen Verdächtigen - beide sind türkische Staatsbürger - gerade das Schiebefenster der Durchreiche öffnete, in der Annahme, der vermeintliche Gast wolle eine Bestellung aufgeben.

Doch es sollte anders kommen. Plötzlich griff der mutmaßliche Täter zu einer Flasche und schüttete deren Inhalt in das Gesicht und auf den Oberkörper des Besitzers. Einen Teil der ätzenden Flüssigkeit spritzte der Verdächtige zudem ins Lokal, wobei fünf weitere Gäste am Oberkörper getroffen wurden.

Wirt und Jugendlicher schwer verletzt
Die Säure zersetzte Teile der Oberbekleidung und fügte den Opfern Verätzungen zu. Besonders schlimm erwischte es den Wirt sowie einen 16-Jährigen, die beiden wurden schwer verletzt ins Krankenhaus Wels gebracht. Die vier übrigen Gäste kamen bei der Säureattacke mit eher leichten Verletzungen davon, wurden aber ebenfalls ins Spital eingeliefert.

Der Angreifer flüchtete unmittelbar nach der Tat zu Fuß, konnte aber aufgrund der Zeugenaussagen rasch identifiziert und ausgeforscht werden. Denn für die Opfer war der Verdächtige kein Unbekannter. Rund eineinhalb Stunden nach dem Vorfall konnte der 27-Jährige gegen 21.30 Uhr von der Polizei in seinem Wohnhaus in Zell an der Pram angetroffen und festgenommen werden.

Familienfehde als Grund für Attacke
Der Säureattacke dürfte eine bereits lange schwelende Familienfehde vorausgegangen sein. Laut Polizei soll der 27-Jährige nicht einverstanden gewesen sein, dass seine Schwester mit dem Sohn des 48-Jährigen zusammen ist.

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