Für 2027 und 2028

Wie Sozialkosten im Doppel-Budget davongaloppieren

Salzburg
20.10.2026 20:00

Für die Jahre 2027 und 2028 sind in Salzburg im Sozialbudget jeweils mehr als 700 Millionen Euro vorgesehen. Es sei kein Wunschkonzert, aber ein Budget, mit dem man gut arbeiten könne, so Landesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ). 

„Wir würden gern noch mehr in den Ausbau des Angebotes gehen, aber mehr ist nicht drinnen. Auch große Gehaltssprünge wird es im Moment nicht geben“, so Landesrat Wolfgang Fürweger.

Die Sozialkosten machen in Salzburg 16,4 Prozent des Gesamtbudgets aus. Während für das Jahr 2026 noch 661 Millionen Euro reserviert waren, sind es für 2027 insgesamt 720 Millionen Euro, im darauffolgenden Jahr dann 733. Die Rückkehr des Pflegebonus und die Tariferhöhung für die Seniorenheime ließ die Ausgaben schon 2026 steigen.

Einer der größten Brocken ist die Behindertenhilfe. Künftig sollen mehr Betreuungsplätze im eigenen Bundesland geschaffen werden. Fürweger: „Wir zahlen im Moment mehr als 15 Millionen Euro im Jahr, dass Menschen mit speziellem Betreuungsbedarf außerhalb von Salzburg untergebracht werden.“ In den Bereich fällt das Haus Lukas (früher Bolaring). Die Einrichtung für psychisch kranke ältere Menschen geht im November in Betrieb. Insgesamt werden in der Behindertenbetreuung 80 Plätze geschaffen, darunter Projekte in den Stadtteilen Gnigl und Liefering oder Straßwalchen.

In der Langzeitpflege braucht es in Salzburg in den nächsten zehn Jahren 540 zusätzliche Plätze. Ein Kostentreiber sind Patienten, die zu lange im Spital liegen, weil sie auf einen Platz im Heim oder bei mobilen Diensten warten müssen. Alleine in den Landeskliniken gab es 2025 12.700 sogenannte Fehlbelagstage, wo Patienten schon entlassen werden könnten.

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