Moderner Bauern-Alltag

Wenn Roboter jäten und die KI Äcker düngt

Niederösterreich
20.10.2026 15:00

Künstliche Intelligenz, die über Feld und Flur wandelt, wird die Zukunft der Landwirtschaft prägen: Bei der Konferenz „AI meets Agriculture“ zeigten Forscher, wie moderne Technologie den bäuerlichen Alltag verändern kann.

Unkraut erkennen Kameras in Echtzeit, Roboter jäten punktgenau, künstliche Intelligenz berechnet den Düngerbedarf: Was nach Zukunftsmusik klingt, wird in Wieselburg bereits erprobt. „Die Technik muss den Bauern dienen – sie muss Hilfe und keine zusätzliche Hürde sein“, betonte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Das Land investiert rund 1,5 Millionen Euro in eine neue Stiftungsprofessur für datenbasierte agrarische KI.

Arbeitsabläufe dank KI erleichtern
Erforscht werden etwa Pflanzenwachstum und intelligente Entscheidungshilfen. „Wo, wenn nicht in Wieselburg, soll das Silicon Valley der modernen Landwirtschaft entstehen?“, so Pernkopf. Auch Agrarminister Norbert Totschnig sieht große Chancen, Arbeitsabläufe zu erleichtern und Betriebsmittel effizienter einzusetzen. Bereits heute unterstützt die „WebApp TerraZo“ gezielte Düngung, ohne dass teure Zusatzgeräte nötig sind. Kamerasysteme unterscheiden Kulturpflanzen von Unkraut und ermöglichen dessen punktgenaue Bekämpfung – sogar mit Lasern.

Lösungen müssen leistbar sein
Heinrich Prankl vom Francisco Josephinum betont, dass die Lösungen auch leistbar sein müssen. Deshalb werden Roboter und KI-Systeme unter realen Bedingungen getestet. Ökocredo bei der Konferenz: Die Hightech-Revolution muss sich nicht im Labor, sondern draußen auf Äckern, Feldern und Rieden bewähren.

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