Rabiate Jugendliche

Zu Kellnerin in Donaulokal: „Ich stech‘ dich ab“

Wien
19.10.2026 08:10

Den ganzen Sommer über machten rabiate Jugendliche dem Personal der Auerhahns Strandbar in Wien das Leben zur Hölle. Dabei ist es auch zu Sachbeschädigungen und gefährlichen Drohungen gekommen.

Das Lokal Auerhahns Strandbar am Hubertusdamm im 21. Bezirk gibt es seit knapp 20 Jahren. Betreiberin Renate Z. führt ihr Restaurant mit Leidenschaft. „Ich hatte hier noch nie Angst, das hat sich diesen Sommer geändert“, erzählt die 67-Jährige.

FPÖ-Gemeinderat Michael Niegl und Obmann Dominik Nepp (2. und 3. v.l.) wollen Wirtin Renate Z. ...
FPÖ-Gemeinderat Michael Niegl und Obmann Dominik Nepp (2. und 3. v.l.) wollen Wirtin Renate Z. und Kellnerin Uschi (re.) weiterhin unterstützen und die Vorfälle publik machen.(Bild: Gerhard Bartel)

„Ich sitze, wo ich will“
Denn da statteten Jugendliche und junge Erwachsene der Lokalität mehrmals „einen Besuch ab“. „Sie haben sich in den Gastgarten gesetzt, wollten aber nichts konsumieren. Als wir erklärt haben, dass das nicht geht, hieß es nur: Ich sitze, wo ich will“, schildert Kellnerin Uschi. Der junge Bursch sei laut ihrer Einschätzung etwa 17 Jahre alt gewesen.

Die zerstörten Außenmöbel.
Die zerstörten Außenmöbel.(Bild: Auerhahns)

„Sie sind respektlos“
Aber nicht nur das: Die unerwünschten „Stammgäste“ hätten auch schon Aschenbecher und Polster nach ihr geworfen. „Es ist jetzt leider nicht mehr angenehm, in die Arbeit zu kommen“, so Uschi. Ein junger Mann habe ihr sogar gedroht, sie wortwörtlich „abzustechen“. „Sie sind so respektlos und das am helllichten Tag“, ärgert sich Chefin Z.

Als sie eines Morgens in die Arbeit kam, waren die Loungemöbel beim dazugehörigen Beachvolleyballplatz zerstört, der Schaden beträgt 1600 Euro. Mittlerweile haben sie eine Kameraüberwachung installiert.

Anzeige gegen vier unbekannte Täter
Von der Polizei heißt es dazu, dass Anzeigen im Bereich des Hubertusdamms wegen Sachbeschädigung, gefährlicher Drohung und Diebstahl gegen vier unbekannte Täter vorliegen würden. FPÖ-Chef Dominik Nepp vermutet, dass die Täter aufgrund der Beschreibung aus dem nahe liegenden Asylheim kommen: „Die Stadt muss hier endlich hart durchgreifen.“

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