„War total in Panik“
Frau nach Asthmaanfall in Notaufnahme eingesperrt
„Ich kann es einfach nicht fassen, dass mir das passiert ist.“ Tia Chandler hatte Ende September einen Asthmaanfall und musste in eine Notfallambulanz im US-Staat New Hampshire fahren. Dort bekam sie zwar eine Spritze, doch danach wurde sie in der Ambulanz eingesperrt.
Eigentlich hatte Chandler gedacht, dass so etwas nur in Filmen passiert, doch dann erlebte sie es selbst, wie sie der Zeitung „The Keene Sentinel“ erzählte. Die 46-Jährige litt unter einem akuten Asthmaanfall und brauchte rasch medizinische Hilfe. Sie kam gegen 19:45 Uhr in der ConvenientMD-Klinik in Keene an, die Ambulanz schließt um 20 Uhr.
In Behandlungsraum vergessen
In der Ambulanz bekam Chandler eine Spritze. Die Mitarbeiterin erklärte, sie sei gleich wieder zurück und ging aus dem Behandlungsraum. „Ich wusste, dass sie am Ende des Tages total im Stress waren. Also habe ich versucht, ihnen etwas Verständnis entgegenzubringen“, erzählte Chandler.
Allerdings wartete Chandler umsonst, es kam niemand mehr zu ihr ins Behandlungszimmer. Gegen 20:20 Uhr realisierte Chandler dann, dass sie alleine in dem Gebäude war. Sie rief mehrere Male nach dem Personal, aber niemand antwortete ihr, wie die 46-Jährige von den bangen Minuten erzählte. Auch beim Empfang saß niemand mehr.
„Ich schrieb meinem Mann: ,Sie haben mich eingesperrt. Ruf die Polizei!‘ Ich war total in Panik.“ Chandler versuchte verzweifelt, das Gebäude zu verlassen und löste einen Alarm aus, als sie eine Tür aufmachen wollte. Daraufhin wählte die Frau selbst den Notruf. Die Polizei von Keene bestätigte den Einsatz.
Klinik entschuldigt sich
Die ConvenientMD-Klinikg reagierte noch am selben Abend auf den Vorfall. Die Klinikmanagerin entschuldigte sich per Textnachricht bei der Frau und kündigte eine Untersuchung an. „Wir haben Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder vorkommt“, hieß es in einer Erklärung.
Chandler selbst „kann es einfach nicht fassen, dass mir das passiert ist.“ Bei ihr wirkt der Besuch in der Notfallambulanz noch nach. Sie werde wahrscheinlich nicht wieder in eine solche Klinik fahren.

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