Gemüse aus Sizilien

Salmonellen: Achtung beim Verzehr dieser Tomaten!

Österreich
16.10.2026 15:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) warnt im Auftrag des Gesundheitsministeriums vor dem rohen Verzehr von Cocktailtomaten aus bestimmten Regionen auf Sizilien. Das Gemüse könnte mit Salmonellen belastet sein.

Cocktailtomaten, die aus den italienischen Regionen Ragusa und Caltanissetta auf Sizilien stammen, stehen im Zusammenhang mit einem jährlich wiederkehrenden Ausbruch von Salmonella Strathcona, so die AGES. Seit Juli wurden in zehn europäischen Ländern mehr als 160 bestätigte Fälle registriert.

Tomaten unbedingt vor dem Essen kochen
Cocktailtomaten aus diesen Regionen sollten daher keinesfalls roh gegessen werden, sondern vor dem Verzehr unbedingt ausreichend erhitzt werden. Italien hat auf europäischer Ebene und auch über italienische Medien vor Kurzem ebenso vor dem rohen Verzehr dieser Tomaten gewarnt.

Seit Jänner 2023 wurden europaweit mehr als 800 bestätigte Ausbruchsfälle in über 17 Ländern registriert. Der Serotyp Salmonella Strathcona tritt abseits dieser Ausbrüche nur selten auf. Ende 2025 wurde dieser Ausbruchsstamm auch in Bio-Cherrytomaten, sowie im Bewässerungswasser eines Tomatenproduzenten auf Sizilien nachgewiesen.

29 Salmonellen-Erkrankte in Österreich seit Juli
Seit Ende Juli wurden in Österreich 29 Fälle von Salmonella Strathcona erfasst. Bis auf einen Einzelfall im Winter traten alle Erkrankungen zwischen Ende Juli und Anfang Oktober dieses Jahres auf. Sieben Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Hinweise auf Ansteckung im Ausland
Die meisten der Erkrankungen traten in Oberösterreich auf, gefolgt von Wien und Salzburg. Sechs Personen hatten sich vermutlich im Ausland infiziert, davon fünf während eines Aufenthalts in Italien und eine Person in Kroatien. Erste Ergebnisse der laufenden Befragungen österreichischer Fälle weisen auch 2026 erneut auf Aufenthalte in Italien sowie auf den Verzehr von Tomaten hin.

Die Warnung besagt nicht, dass die Gesundheitsschädlichkeit der Ware vom Erzeuger, Hersteller, Importeur oder Vertreiber verursacht worden ist, wie die AGES am Freitag in einer Aussendung betonte.

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