Nach Einsturzgefahr

Mieter sind seit Jahren in Ersatzwohnungen

Wien
17.10.2026 11:20

Von einem Tag auf den anderen mussten die Mieter der Weissenböcksiedlung wegen Einsturzgefahr ausziehen, aber die Sanierungsarbeiten dauern viel länger als geplant.

Mitten im Sommer 2023 wurden zahlreiche Mieter der Gemeindebausiedlung an der Weissenböckstraße im 11. Bezirk aus ihren Wohnungen geworfen. Denn im Rahmen einer vorbereitenden Untersuchung für eine Sanierung zeigten sich laut Wiener Wohnen statische Mängel an der untersten Geschossdecke, die eine Renovierung im bewohnten Zustand nicht zuließen. „Ein sofortiges Handeln war erforderlich, die betroffenen Bewohner mussten umgehend temporär abgesiedelt werden“, so ein Unternehmenssprecher.

Sanierung nur ein Jahr?
Den Bewohnern sei laut Mieter K. versichert worden, dass sie spätestens in einem Jahr wieder in ihre Wohnungen ziehen könnten. Das ist mittlerweile mehr als drei Jahre her – und der Frust bei den Bewohnern steigt.

Die Dauerbaustelle belastet die Bewohner.
Die Dauerbaustelle belastet die Bewohner.(Bild: Zwefo)

„Es belastet mich sehr, nicht in mein Haus zurückkehren zu können. Ich vermisse meinen Garten, es ist wie verschenkte Lebenszeit und in meinem Alter zählt jeder Tag“, so Frau W. Oft kämen der Pensionistin die Tränen, wenn sie daran denke, dass sie in irgendeiner Wohnung statt ihres geliebten Zuhauses lebe.

Arbeiten angeblich vor Abschluss
Jene Mieter, die bleiben durften, leiden unter der jahrelangen Baustelle. FPÖ-Wohnombudsmann Michael Niegl: „Die Versprechen von der Stadt sind nichts wert. Und die Arbeiten werden durch eklatante Fehlplanung unnötig in die Länge gezogen.“

Laut Wiener Wohnen stehe die Arbeiten vor dem Abschluss, die ersten Häuser sollen noch heuer fertig werden.

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