Appell an Politik

Steirische Bildung für Erwachsene kämpft um Gelder

Steiermark
16.10.2026 16:01

Die steirische Erwachsenenbildung verzeichnet einen Rekord an Teilnehmern – gleichzeitig sind die finanziellen Mittel in vielen Einrichtungen erschöpft. Auch Jobs sind gefährdet.

In der Steiermark haben sich letztes Jahr 405.661 Personen weitergebildet – das ist knapp ein Drittel der steirischen Bevölkerung. Mit 28.388 standen so viele Angebote wie noch nie zur Verfügung. Am gefragtesten waren die Themen „Digitalisierung“ und „Künstliche Intelligenz“.

Allerdings:  Erwachsenenbildungseinrichtungen kommen verstärkt unter Druck, denn zu den steigenden Kosten müssen sie finanzielle Kürzungen seitens der öffentlichen Hand stemmen. Vielerorts sind die Einsparungspotentiale erschöpft. Man hört davon, dass Personen ihre Stunden reduzieren, damit andere nicht ihren Job verlieren oder Institutionen ihre Arbeit weiter ausführen können. Schon jetzt arbeitet der Großteil der Angestellten in Teilzeit. Vieles läuft auch über Ehrenamtliche.

Hoffen, dass nicht weiter gespart wird
„Wir hoffen, dass in der Steiermark die Investitionen der öffentlichen Hand in Aus- und Weiterbildung nicht noch weiter gekürzt werden, zumal die ,Steirische Erklärung der Erwachsenenbildung‘ im aktuellen Regierungsprogramm verankert ist“, sagt Kerstin Slamanig, Geschäftsführerin des Bildungsnetzwerks Steiermark.

Und Vorstandsvorsitzender Hannes Galter erinnert daran, „dass die öffentliche Finanzierung der Erwachsenenbildung Basis für die gesellschaftliche Teilhabe eines jeden Einzelnen ist, wie aber auch für den wirtschaftlichen Erfolg im Sinne der Standortsicherung“.

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