Am Flughafen Schwechat

Land steckt erneut Millionen in Raumfahrt-Boom

Niederösterreich
16.10.2026 11:00

Die heimische Weltraumwirtschaft soll international mehr mitspielen. In Schwechat ist dafür zumindest die Finanzierung der nächsten vier Jahre gesichert.

In die Politik gehen oder zum Mond fliegen? „Wenn ich mich heute noch einmal für einen Beruf entscheiden könnte, würde ich die Weltraumindustrie wählen“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Eröffnung der „Austrian Space Days“ diese Woche. Kein Wunder, denn am Flughafen Schwechat werden im „Weltraum-Hub“ künftig viele Arbeitsplätze entstehen. Die Eröffnung des „ESA Phi-Lab“ durch die Europäischen Weltraumagentur ESA fiel dort 2024 auf fruchtbaren Boden. 13 Projekte von zehn heimischen Firmen wurden seither erfolgreich abgeschlossen. Für die nächsten vier Jahre stehen insgesamt 9,6 Millionen Euro zur Verfügung, um weitere Projekte zu finanzieren. Mittlerweile gibt es in ganz Europa zehn solche nationalen Phi-Labs.

Landeshauptfrau und Vize mit ESA-Chef Josef Aschbacher und Flughafen-Vorstand Günther Ofner bei ...
Landeshauptfrau und Vize mit ESA-Chef Josef Aschbacher und Flughafen-Vorstand Günther Ofner bei den Austrian Space Days diese Woche.(Bild: Anna Kindlmann)

„Viele Firmen, die bei uns landen, haben zuvor in ihren Kellern und Garagen experimentiert“, merkt Flughafen-Vorstand Günther Ofner an. Um die 700 Teilnehmer waren bei den Space-Days aus verschiedenen Ländern anwesend. Das helfe auch Österreich und Europa, um in Zukunft im internationalen Wettbewerb besser mitspielen zu können. Federführend sind dabei nach wie vor die Industrie in den USA und in Asien. Wichtig sei in Europa vor allem, dass Projekte schnell eine Finanzierung genehmigt bekommen“, merkt ESA-Chef Josef Aschbacher an, der zu den Space-Days aus Deutschland angereist ist.

75 neue Arbeitsplätze geschaffen in NÖ
In den Weltraum-Laborräumen am Flughafen stehen momentan sogenannte „Upstream-Technologien“ im Fokus – Hard- und Software, die bald den ersten Satelliten aus Österreich ins All bringt. Aber auch im Alltag begegnet uns das Weltall: „Wir alle haben ein Smartphone. Auch das wäre heute ohne Akkutechnik aus dem Weltraum nicht so leistungsfähig“, sagt Landesvize Stephan Pernkopf. 75 neue Arbeitsplätze wurden durch den „Weltraum-Hub“ in Schwechat seit 2024 bereits geschaffen. Jetzt müsse man nur noch die Jugend bei der Karrierewahl dazu begeistern, nach „den Sternen zu greifen“.

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