Trio fälschte Urkunden

Jahrelang zu Unrecht Sozialleistungen erschlichen

Niederösterreich
16.10.2026 09:15

Ein Trio ist im niederösterreichischen Weinviertel wegen Urkundenfälschung und Betrugs aufgeflogen: In Summe sollen 63.000 Euro unrechtmäßig bezogen worden sein. Die beiden Männer und die Frau zeigen sich nicht geständig. 

Dreiste Betrüger gingen der Polizei im Weinviertel ins Netz. Zuvor hatten sie 18 Jahre lang Sozialleistungen ergaunert. In Summe beinahe 63.300 Euro. Mithilfe gefälschter Urkunden sollen eine 38-jährige Bosnierin und ein Kroate – ebenfalls 38 Jahre alt – für sich und ihre Kinder diverse Sozialleistungen bei Ämtern beantragt, bewilligt und auch ausbezahlt bekommen haben. So wurden Sozialhilfen und auch ein Heizkosten- sowie Wohnzuschuss erschwindelt.

Beim Standesamt und AMS vorgelegt
Seit dem Jahr 2008 soll die Familie aus dem Bezirk Mistelbach auf diese Art unrechtmäßig Geld bezogen haben. Im Zuge der Ermittlungen gelang es auch, einen 39-jährigen Mann aus dem Bezirk Hollabrunn auszuforschen. Die drei sollen besonders geschützte Urkunden gefälscht haben. Anschließend legten sie diese bei unterschiedlichen österreichischen Behörden vor – darunter etwa die Bezirkshauptmannschaft, das Standesamt oder auch das Arbeitsmarktservice.

Anzeige bei der Staatsanwaltschaft
So gelang es der Frau, durch eine gefälschte ausländische Urkunde über eine Heirat mit dem 39-Jährigen einen Aufenthaltstitel zu erschleichen. Und dann auch noch finanzielle Unterstützung. Beamte der Polizeiinspektion Mistelbach kamen dem Trio schließlich auf die Schliche. Die drei Beschuldigten zeigte sich bei der Einvernahme zu den Vorwürfen nicht geständig. Sie wurden in der Folge bei der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

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