Jakob (8) leidet an einem seltenen Gendefekt, der am besten mit einer Stammzellenspende behandelt wird. Sein Schutzengel war ganz nah, nämlich in Form seines kleinen Bruders David (6). Mit der „Krone“ hat die Familie über eine harte Zeit und die Freude über gesundheitliche Fortschritte gesprochen.
„Es war ein sehr hartes Jahr für uns als Familie, aber es ist auch schnell vergangen. Jetzt sind wir wieder auf dem richtigen Weg.“ Die Erleichterung ist in der Stimme von Sandra Geiblinger aus Sierning in Oberösterreich deutlich zu hören. Am 19. November 2025 bekam ihr älterer Sohn Jakob (8), der an einem sehr seltenen Gendefekt leidet, im St. Anna Kinderspital in Wien seine Stammzellenspende.
Spende gut vertragen
Zum Lebensretter wurde ausgerechnet der kleine Bruder David (6). Beide Buben haben die Spende gut vertragen. „Jakob ist zwar noch infektionsanfällig, aber es geht ihm wieder sehr gut. Er kann auch wieder die Schule besuchen. Er musste keine Klasse wiederholen und hat gemeinsam mit seinen ganzen Freunden die dritte Klasse Volksschule begonnen. Das war ihm ganz besonders wichtig“, freut sich Mama Sandra.
Weitere Kontrollen notwendig
Einmal im Monat muss die Familie zur Kontrolle nach Wien fahren. Mit den aktuellen Ergebnissen sind die Mediziner sehr zufrieden. Als Nächstes steht die große Untersuchung ein Jahr nach der Transplantation an. „Da feiern wir dann den zweiten Geburtstag“, so die Familie.
Liebstes Hobby
Und auch seinem großen Hobby, dem Footballspielen, kann der aufgeweckte Bub mittlerweile wieder nachgehen. Am Mittwoch stand er zum ersten Mal mit seiner Mannschaft gemeinsam auf dem Platz. Jakobs großes Vorbild ist dabei sein Papa Daniel, der selbst aktiv ist.
Seine große Leidenschaft nutzte auch der Verein „Geben für Leben“ – der Jakob und seine Familie seit dem Ausbruch der Krankheit begleitet – für eine Überraschung. Jakob durfte beim U12-Spiel der Vienna Vikings gegen die Danube Dragons den Coin Toss (die Platzwahl) durchführen.
Große Typisierungsaktion
„Er hatte eine riesengroße Freude, hätte am liebsten gleich selber mitgespielt. Außerdem hat er einen Ball und ein signiertes Trikot bekommen“, erinnert sich Sandra an den schönen Tag zurück. „Vor einem Jahr standen bei einer Typisierungsaktion bei BMW Steyr 471 Menschen für Jakob und andere Patienten bereit. Ein Jahr später stand Jakob auf dem Spielfeld der Vienna Vikings. Dass dieser Moment genau am ersten Jahrestag der Typisierungsaktion stattfand, macht ihn für alle Beteiligten besonders“, freut sich Organisatorin Katharina Palatzky.
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