Mit gelber Weste, Müllwagen und Hund Balu an seiner Seite dreht Peter Kilzer täglich seine Runden durch die Klagenfurter Fischlsiedlung. Als „Fischl-Flitzer“ ist er längst bekannt und beliebt. Denn mit viel Herz und ganz ohne Bezahlung sorgt er dafür, dass seine Siedlung sauber bleibt.
Jeden Tag ist der gelernte Maler Peter Kilzer in seiner Fischlsiedlung unterwegs. Dort ist er unter dem Namen Fischl-Flitzer bekannt, weil er gemeinsam mit seinem Hund Balu den herumliegenden Müll einsammelt. Begonnen hat die Aktion mit drei Bekannten. „Wir haben zuerst noch gemeinsam gesammelt – damals noch mit einem Sack – doch irgendwann sind die beiden abgesprungen, dann war ich nur noch allein“, erinnert sich Peter.
Leandro Podlesnik aus Poggersdorf hat Peter schon des Öfteren beim Müllsammeln gesehen. „Ich bin gerne in Fischl unterwegs und finde toll, was Peter macht. Darum habe ich ihn auch zum Herzensmenschen 2026 nominiert“, so Leandro. Doch er ist nicht der einzige Fan von dem Fischl-Flitzer.
Viele Fans und Unterstützer
„Einige Menschen unterstützen das, was ich mache und so habe ich auch meine aktuelle Ausrüstung bekommen“, freut sich Peter. Ein großer Fan vom Fischl-Flitzer kleidete ihn und seinen Hund mit einer Warnweste und Mütze ein. Ein anderer wiederum schenkte ihm den Müllwagen, Handschuhe und eine Zange. „Als ich den Müllwagen bekommen habe, war ich schon sehr dankbar. Früher bin ich immer mit einem Sack meine Runden gegangen. Mit der Zeit wurde der sehr schwer. Der Müllwagen schaffte Abhilfe“, erinnert sich Peter. Auf dem Wagen kann er den Müll auch sortieren. Im Anschluss wird er von Peter richtig entsorgt.
Und trotz seiner Leidenschaft ärgert er sich manchmal über die Unachtsamkeit der Menschen. „In Fischl haben wir alle zehn Meter einen Mülleimer. Dennoch schmeißen die Menschen ihren Müll einfach auf den Boden“, schüttelt Peter den Kopf. Die täglichen Rundgänge sind für ihn ein Ausgleich. „Ich komme in die frische Luft, habe Bewegung und tue etwas für die Umwelt. Das erfüllt mich“.
Und dass Peter in Fischl unterwegs ist, merken die Menschen auch. „Seitdem er dort den Müll einsammelt, ist Fischl einfach viel sauberer. Zudem kann ich mir den Ort gar nicht mehr ohne seine Mithilfe vorstellen“, lobt Leandro Peter. „Er ist für mich einfach ein wahrer Herzensmensch, weil er das alles macht, ohne etwas dafür zu verlangen.“
„Von Peter können sich einige etwas abschauen!“
„Es würde ja schon reichen etwas bedachter durch die Umwelt zu gehen. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, Müll nicht einfach auf den Boden zu werfen. Ich frage mich ehrlich, was da falsch läuft, wenn manche das nicht schaffen“, meint Leandro. Peter ist ein Teil von Fischl. Bei seinen Rundgängen wird er freundlich begrüßt, manchmal helfen Kinder ihm sogar bei seiner Arbeit. Er ist ein wahres Vorbild.
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