Die Ertragsanteile der Kärntner Kommunen steigen zwar in den kommenden Jahren, doch die Lage bleibt angespannt. Große Lösungen fehlen noch -besonders, wenn es um die Finanzierung der Krankenanstalten geht.
Zusammengerechnet geht es Kärntens Gemeinden auf den ersten Blick gar nicht so schlecht. 130 wurden unlängst begutachtet, 79 schaffen ein operatives Plus, zwei sind ausgeglichen unterwegs, 49 verzeichnen ein Minus – zusammen ein Plus von 18 Millionen Euro.
Im echten Leben gibt es aber wohl keine Kärntner Gemeinde, die im Geld schwimmt – Schulen und Vereine können ein Lied davon singen. Aber warum? Laut Karoline Mitterer, Expertin für öffentliche Finanzen, liegt das an ihrer „Sonderrolle“, wie sie am Gemeindetag erklärte.
Zugegebenermaßen ist es eine Herausforderung, die Wünsche der Gemeinden und des Landes auf einen Nenner zu bringen.

Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger
Bild: Landespressedienst/Helge Bauer
So haben Kärntens Städte und Gemeinden die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung, einen weit unterdurchschnittlichen Personalaufwand, aber auch den negativsten Transfersaldo aller Bundesländer und die zweitniedrigsten Pro-Kopf-Investitionen. Denn von den Ertragsanteilen behält sich das Land den Königsanteil ein. Für die Finanzierung der Krankenanstalten sieht Mitterer aber „kein fachliches Argument“.
Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger kennt mittlerweile beide Seiten und verwies auf die „Unterschiedlichkeit der Gemeinden und ihrer Bedarfslagen“. Als Beispiel nennt sie die Umlandgemeinden der Städte – diese müssen Infrastruktur bauen und erhalten, trotz geringer Erträge aus der Kommunalsteuer. Während langsam Bewegung in die Sache kommt, Gemeinden mehr Geld erhalten sollen, fehlt gerade beim größten Brocken Gesundheit eine Lösung.
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