Mo, 20. August 2018

Peinliche Statistik

11.12.2014 07:19

Bundesliga: Österreicher-Topf als Fettnäpfchen

Statistiken lügen nicht – bei genauer Betrachtung der Bundesliga-Bilanzen findet man allerdings Ausnahmen der Regel.

Nach der 18. Runde zog die Fußball-Bundesliga zu Wochenbeginn Halbzeitbilanz. Wie immer in Form von Statistiken. Etwa mit jener der Zuschauerzahlen, die besagen, dass im Herbst gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent mehr Besucher in die Stadien pilgerten. Rapid verzeichnete ein Plus von 23,4 Prozent – verständlich nach dem nötigen Ausweichen ins Happel-Stadion, wo alleine beim Derby gegen Austria 28.200 Fans anwesend waren. Um 11.000 über dem Fassungsvermögen des abgerissenen Hanappi-Stadions. Der Anstieg von Wolfsberg um sogar 44,5 Prozent hatte auch nur wenig mit den Partien in der Lavanttal-Arena zu tun – gegen Salzburg saßen knapp 20.000 Zuschauer auf den Rängen. Jedoch in Klagenfurt. Man kann schon viel schöner reden, als es ist.

Fragwürdige Statistik
Peinlich wurde es beim Österreicher-Topf, aus dem die meisten Klubs lebensnotwendiges Geld schöpfen. Den soll Sturm Graz mit 94 Prozent (Einsatzminuten heimischer Spieler) angeführt haben. Trotz der Herren Todorovski, Pliquett, Barbaric, Tadic und Sharifi? Kann nicht sein – die "Krone" intervenierte, im Wissen, dass Neustadt mit Ausnahme von O’Brien und Susac (ein Einsatz) ausschließlich auf Rot-Weiß-Rot setzt, die Admira neben Ouedraogo und dem Langzeitverletzten Domoraud genauso.

"Datenbankfehler"
Kurz darauf folgte das Dementi der Liga: "Wir bedauern . . . ein Datenbankfehler." Neustadt und Admira führen die Statistik (siehe unten) an, Sturm ist mit Respektabstand Dritter. Sollte den Verantwortlichen allerdings von Haus aus klar sein – wenn sie sich mit ihrem Produkt intensiv genug beschäftigen würden ...

Der Österreicher-Anteil aller Vereine im Überblick:

KlubÖ-Anteil
Wr. Neustadt93%
Admira92%
Sturm Graz89%
Ried81%
Altach75%
WAC74%
Austria Wien69%
Grödig68%
Rapid67%
Salzburg37%
Gesamt74,30%

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